Kunst

10 Dinge, die du machen solltest, wenn du ein Kunstwerk fertiggestellt hast

Kunstwerk fertiggestellt

Hier sind 10 Überlegungen, die du anstellen solltest, nachdem du ein Kunstwerk fertiggestellt hast.

Folgst du den in diesem Artikel vorgestellten Anregungen, legst du den Grundstein für einen übersichtlichen und in vielen Jahren noch nachvollziehbaren künstlerischen Werdegang. 

Die Tipps werden dir auch helfen, dein Künstler-Marketing selbst in die Hand zu nehmen, um deine Kunst besser zu verkaufen.

1. Überlege, ob das Kunstwerk wirklich fertig ist

Zu wissen, wann man den Pinsel weglegen sollte und das Gemälde als vollendet bezeichnet ist eine Kunst für sich. 

Die Kunstgeschichte ist voll von Malern, deren Gemälde ununterbrochen bearbeitet wurden, ohne jemals wirklich fertiggestellt zu werden. Edgar Degas war berüchtigt für die Überarbeitung von bereits ausgestellten Gemälden. Er war sogar dafür bekannt, dass er Werke von Käufern zurückverlangte, um sie zu korrigieren.

Bevor du die nächsten Punkte durchgehst, solltest du dir sicher sein, dass das Werk auch tatsächlich vollendet ist. Betrachte es nach ein paar Tagen der vermeintlichen Fertigstellung erneut, um eine fundierte Entscheidung darüber treffen zu können. Sieh dir dein Kunstwerk aus verschiedenen Perspektiven und Distanzen an und lass es auf dich wirken.

Stellst du tatsächlich Verbesserungspotenzial fest, widme dich erneut der Ausarbeitung des Kunstwerks. Bist du zufrieden, solltest du es dabei belassen und die Arbeit als vollendet betrachten.

2. Die Ränder des Keilrahmens nachbessern

Wenn du die Ränder der Leinwand nicht bewusst ausgearbeitet und bemalt hast, stellt sich nun die Frage, was du mit den unvollendeten Rändern anstellst.

Hierbei hast du zwei Möglichkeiten:

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    Du lässt die Ränder der Leinwand so wie sie sind. Vor allem dann, wenn das Gemälde eingerahmt werden soll, ist diese Entscheidung durchaus nachvollziehbar.
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    Du malst noch einmal über die Ränder in einer Farbe deiner Wahl. Häufig wird Weiß oder Schwarz dafür gewählt, doch kann auch die Farbe des Motivs ausgesucht werden.

3. Das Gemälde mit einem Firnis versiegeln

Ölfirnis und Acrylfirnis

Wenn du Ölfarben verwendet hast, ist es unverzichtbar, die Gemäldeoberfläche mit einem Firnis zu fixieren, um die Farbe vor den Einflüssen der Umwelt zu schützen. Diese Schutzschicht verhindert, dass die Farbe vergilbt und die Oberfläche angegriffen wird. Achte darauf, dass auch die tiefen Farbschichten eines Ölgemäldes getrocknet sind, bevor du den Firnis aufträgst.

Wenn du mit Acrylfarben gemalt hast, musst du das Gemälde nach der Trocknung nicht zwingend mit einem Firnis versiegeln. Es kann dir allerdings dabei helfen, einen bestimmten Effekt in dem Gemälde herauszuarbeiten - beispielsweise eine glänzende Oberfläche mit einem Glanzfirnis.

4. Signiere das Bild

Das Signieren des Bildes sollte das letzte Mal sein, dass der Pinsel die Leinwand berührt.

Deine Signatur vermittelt das Gefühl des Abschlusses einen kreativen Projekts. Das ist eine bedeutende Leistung und mit deiner eigenen Signatur setzt du den Schlussstrich unter dein Werk.

5. Gib deinem Werk einen Titel

Je nach Motiv sind ganz unterschiedlichen Titel für Kunstwerke gängig. Malst du ein realistisches Motiv, kannst du es nach dem Motiv benennen. Malst du abstrakt, kannst du einen Titel wählen, der die zugrundeliegende Idee ausdrückt.

Genauso gut kannst du dein Kunstwerk auch ohne Titel lassen oder ihm einen ganz frei gewählten Titel verleihen.

6. Fotografiere deine Kunst

Kunst fotografieren Titelbild

Das Fotografieren deiner Kunst ist enorm wichtig, um sie auf deiner Website oder Social Media zu vermarkten. Lerne, wie du deine Kunst ins rechte Licht rückst und du hochauflösende Bilder aufnimmst.

7. Notiere dir die Details

Was zunächst unwichtig erscheint, wird ganz schnell relevant, wenn du erste einmal einige Zeit in der Kunst aktiv bist. Mache es von Anfang an richtig und katalogisiere deine Werke, damit du die Übersicht über Datum, Maße, verwendete Materialien und ggf. Hintergrundgedanken behältst.

Notiere dir die wichtigsten Infos zu einem vollendeten Kunstwerk entweder digital oder analog.

8. Deine Website aktualisieren

Wenn du deine eigene Künstler Website betreibst, solltest du regelmäßig Updates durchführen und deine neuesten Werke präsentieren. Sorge dafür, dass die Fotos für deine Website professionell angehst und die Darbietung auf der Website selbst ebenso anschaulich ist.

Je nachdem, ob du die Arbeit verkaufen willst oder nicht, solltest du sie in das Shop-System deiner Website einpflegen. Achte auch darauf, die Details aus Punkt 5 möglichen Interessenten auf deiner Website bereitzustellen.

9. Content zu der Arbeit produzieren

In der Selbstvermarktung als Künstler musst du ansprechende Inhalte erstellen, mit denen deine Follower interagieren können.

Widmest du dich einem neuen Kunstwerk, ist das wie eine Steilvorlage, um faszinierenden Content zur Entstehung und der Bedeutung zu erstellen.

Nachdem du ein Kunstwerk fertiggestellt hast, solltest du Social Media Inhalte vorbereiten, ggf. über einen Blog-Post nachdenken und - sofern du einen Youtube-Kanal betreibst - auch ein Video (bspw. ein Tutorial) zu dem Stück aufnehmen.

10. Die Arbeit zum Verkauf inserieren

Weißt du noch nicht, welcher Käufer für das Werk in Frage kommt und willst die Präsentation deiner Arbeit nicht nur auf deine Marketing-Kanäle beschränken, kannst du das Kunstwerk auch auf Online-Plattformen zum Verkauf listen.

Vor allem digitiale Kunstwerke, die vervielfältigt werden können, sind dafür prädestiniert, doch auch traditionelle Medien kannst du über Online-Plattformen verkaufen.

Sei dir nur im Klaren darüber, dass die Plattform eine Provision für die Vermittlung und Abwicklung des Verkaufs verlangen wird.

Willst du langfristig eine Partnerschaft etablieren, solltest du dich daher besser mit einer "analogen" Galerie zusammentun, mit der du mit der Zeit wachsen kannst.