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Mit seinem neuesten Kunstwerk setzt auch Banksy ein Zeichen gegen Rassismus

Banksy George Floyd Protest 1

Auch der britische Street Artist Banksy hat der Black Lives Matter-Bewegung seine Stimme verliehen.

Mit der Veröffentlichung eines eindrucksvollen Gemäldes für seine 9,3 Millionen Instagram-Follower setzt er seine Tradition politisch brisanter Kunst fort. Dieses jüngste Gemälde zeigt eine brennende Trauerkerze, die die US-amerikanische Flagge entzündet, als eindringliches Symbol für den Aktivismus, der die Vereinigten Staaten dieser Tage beherrscht.

Zusammen mit zwei Fotos des Gemäldes veröffentlichte Banksy eine ebenso wichtige Botschaft darüber, warum er es als weißer Künstler für wichtig hält, der Bewegung seine Stimme zu leihen. 

Mit seinem neuesten Kunstwerk setzt auch Banksy ein Zeichen gegen Rassismus

Auf Deutsch übersetzt bedeuten Banksys Worte so viel wie:

"Zuerst dachte ich, ich sollte einfach den Mund halten und den Schwarzen in dieser Angelegenheit zuhören. 

Aber warum sollte ich das tun?
Es ist nicht ihr Problem. Es ist meins.

People of color werden vom System im Stich gelassen. Das weiße System. Wie ein defektes Rohr, das die Wohnung der Leute überflutet, die darunter wohnen. Dieses fehlerhafte System macht ihnen das Leben zur Qual, aber es ist nicht ihre Aufgabe, es zu reparieren. Das können sie nicht - niemand wird sie in die Wohnung über ihnen hineinlassen.

Es ist ein Problem der Weißen. Und wenn die Weißen es nicht lösen, muss jemand nach oben kommen und die Tür eintreten."

Was ist passiert? 

Banksys Botschaft spiegelt die Einstellung rund um den Globus wider. Die Proteste, die durch den grauenhaften Mord des 46-jährigen Afroamerikaner George Floyd ausgelöst wurden, dauern seit mehreren Wochen an und führten an vergangenem Wochenende auch zu zahlreichen Demonstrationen in Deutschland.

Floyd wurde wegen des Verdachts der Verwendung eines gefälschten 20-Dollar-Scheins in Minneapolis in seinem parkenden Fahrzeug kontrolliert und anschließend in Handschellen abgeführt. Daraufhin kniete der Polizist Derek Chauvin fast 9 Minuten lang mit seinem Knie auf Floyds Nacken, obwohl der am Boden liegende mehrfach nach Luft flehte und die anwesenden Passanten die Polizisten wiederholt baten, das Knie vom Nacken zu nehmen und den Puls von George Floyd zu prüfen.

Floyd wurde zunächst bewusstlos und starb noch auf dem Boden liegend unter dem Knie des Polizisten. Die Sanitäter bestätigten darauf, dass im Transport zum Krankenhaus bereits kein Puls mehr festgestellt wurde.

Chauvin sowie seither verhaftet und wegen "Second Degree Murder" angeklagt. Die anderen drei Beamten, die am Tatort anwesend waren und ebenfalls auf Floyd knieten oder ein Eingreifen durch Passanten unterbanden wurden der Beihilfe zum Mord angeklagt.

Der Mord an Floyd brachte das Fass zum Überlaufen

Der Mord an Floyd ist zu einem Symbol für das übergeordnete Problem der Polizeigewalt gegen farbige Menschen und des systematischen Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft geworden.

Angesichts der Proteste haben einige Bundesstaaten damit begonnen, Pläne für eine Polizeireform zu verkünden.

Auf nationaler Ebene haben die Demokraten im Repräsentantenhaus und im Senat den Justice in Policing Act of 2020 vorgestellt. Als umfassendste Überholung des Polizeisystems in der modernen Geschichte soll unter anderem ein Verbot von Würgegriffen und die Einrichtung eines nationalen Registers für polizeiliches Fehlverhalten duchgesetzt werden.

Durch Worte, Taten und Kunst verschaffen Menschen auf der ganzen Welt ihrer Stimme Gehör und helfen, konkrete Aktionen zur Bekämpfung des Rassismus voranzutreiben.

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