Maler

Neun bedeutende französische Maler im Überblick

Französische Maler

Es gibt zahllose Künstler aus aller Welt, die die heutige Kunstwelt geprägt haben. Doch in Frankreich lebten besonders viele der bekanntesten und einflussreichsten Maler der westlichen Kunstgeschichte.

Die Kunst war und ist ein wesentlicher Bestandteil der französischen Kultur und wurde schon seit Anfang ihrer Nationalgeschichte geschätzt.

Nährboden der französischen Kunst

Im Laufe der Jahrhunderte begrüßten und unterstützten die Machthaber des Landes das künstlerische Schaffen und trugen sogar zur Gründung der Französischen Akademie für Bildende Kunst bei.

Diese üppige künstlerische Umgebung war der Nährboden für viele der revolutionären Strömungen, wie der französische Barock und der Rokoko des 17. und 18. Jahrhunderts. In diesem Umfeld entwickelte sich auch eine Gruppe von Künstlern, später Impressionisten genannt, die die etablierten Kunsttraditionen Frankreichs in den Grundfesten erschüttertete und den Beginn der Moderne markieren sollte.

Von impressionistischen Malern wie Claude Monet und Camille Pissarro bis hin zu den führenden Künstlern des Post-Impressionismus wie Henri Rousseau und Paul Cézanne, findest du in unserer Liste die wichtigsten französischen Künstler, die sich einen Platz in der Kunstgeschichte verdient haben.

Französische Künstler des Impressionismus

Die im 19. Jahrhundert in Frankreich entwickelte impressionistische Bewegung basierte auf der spontanen Praktik der Freilichtmalerei (en plein air).

Diese Strömung wurde von einer einzigartigen Gruppe von Künstlern ins Leben gerufen, die sich entschieden, traditionelle Malansätze durch hektische Pinselstriche und einzigartige Farbschemata zu ersetzen – etwas, das für die damalige Zeit unglaublich fortschrittlich war.

Im Gegensatz zur Realitätsnähe der gängigen naturalistischen Malweise versuchten ihre Bilder emotionale Impressionen von flüchtigen Momenten im Alltag einzufangen.

Claude Monet

Die Japanische Brücke Claude Monet

Man könnte sagen, dass Claude Monet der Begründer des Impressionismus war, da sowohl der künstlerische Stil als auch der Titel der Bewegung von seinem Gemälde “Impression, soleil levant”, das 1874 ausgestellt wurde, abgeleitet wurden.

Monet ist bekannt dafür, die französische Landschaft und vor allem die Seerosenteiche seines Gartens in Giverny darzustellen. Mit seinem unverwechselbaren Farbstil und einer unkonventionellen Farbauswahl konnte er perfekt einfangen, wie sich das Sonnenlicht auf seine Motive auswirkte.

Mehr: 10 der wichtigsten Arbeiten von Claude Monet

Edouard Manet

Olympia Edouard Manet

Edouard Manet war einer der ersten Künstler des 19. Jahrhunderts, der das moderne Leben malte, und eine Pioniergestalt, die den Übergang vom Realismus zum Impressionismus leitete.

Seine Gemälde waren seiner Zeit äußerst umstritten, da er intime Darstellungen von Frauen malte. Ein Modell für seine Kunst war die französische Malerin Victorine Meuren, die für einige der berühmtesten Gemälde von Manet posierte, darunter auch das Gemälde “Olympia“.

Pierre-Auguste Renoir

Pierre Auguste Renoir

Im impressionistischen Stil zeigen Pierre-Auguste Renoirs frei gepinselte Arbeiten lebendige Gesellschaftsszenen.

Eines seiner berühmtesten Meisterwerke ist das “Bal du moulin de la Galette”, das einen Sonntagnachmittag im Moulin de la Galette im Pariser Montmartre zeigt. Das Bild zeigt Pariser der Arbeiterklasse aus dem 19. Jahrhundert, wie sie tanzen, trinken und französische Galetten essen.

Edgar Degas

800px-Degas_-_Tanzklasse

Edgar Degas ist berühmt für seine Gemälde, Skulpturen, Drucke und Zeichnungen. Am bekanntesten ist aber sein Talent, die Schönheit des Tanzes einzufangen.

Seine Bilder von Ballerinas in Bewegung drücken seine Beobachtungen und Erfahrungen während des Tanzunterrichts und der harten Proben aus.

Camille Pissarro

Boulevard Montmartre an einem Wintermorgen

Erstaunlicherweise trug Camille Pissarro sowohl zum Impressionismus als auch zur reaktionären Bewegung gegen den Impressionismus, dem Post-Impressionismus, bei.

Wie andere Künstler dieser Zeit wurde auch Pissarros Werk von Kritikern verspottet und abgelehnt. Er und seine Freunde, unter ihnen Claude Monet und Paul Cézanne, riefen den Salon des Refusés ins Leben, eine Parallelausstellung mit Werken, die vom traditionsreichen Salon de Paris abgelehnt wurden.

Im fortgeschrittenen Abschnitt seiner Karriere schuf Pissarro eine Reihe von Ölgemälden, die französische Stadtlandschaften zu verschiedenen Tageszeiten und bei verschiedenen Wetterbedingungen wiedergeben.

Französische Maler des Post-Impressionismus

Die post-impressionistische Strömung, die eine Vielzahl von Kunststilen umfasst, entstand aus einer neuen Generation von Künstlern und ihrer Reaktion auf den Impressionismus.

Die in den 1890er Jahren aufkommende Strömung des Post-Impressionismus widmete sich dem Ausdruck der eigenen Gefühle der Künstler, anstatt der Darstelllung externer Impulse. Oft wurde durch die Verwendung von Symbolismus und lebendigen Farben gezeigt, wie die Künstler fühlten.

Die Bewegung des Post-Impressionismus hatte später großen Einfluss auf den Kubismus und den Abstrakten Expressionismus.

Paul Gauguin

Woher_kommen_wir_Wer_sind_wir_Wohin_gehen_wir

Paul Gauguin, einer der wichtigsten französischen Maler der post-impressionistischen Bewegung, experimentierte mit neuen Farbtheorien und neuen stilistischen Ansätzen in der Malerei.

Er arbeitete während eines Sommers in Südfrankreich an der Seite von Vincent Van Gogh, bevor er sein Leben in der westlichen Gesellschaft völlig aufgab.

In den frühen 1890er Jahren begann er, regelmäßig in den Südpazifik zu reisen, wo er einen neuen Malstil entwickelte, der seine alltäglichen Beobachtungen mit mythischer Symbolik verband. Dieser Stil wurde stark von den Künsten Afrikas, Asiens und Französisch-Polynesiens beeinflusst.

Henri Rousseau

Der Traum, 1910, Museum of Modern Art, New York

Auch wenn er seine Heimat nie verlassen hat, ist der französische post-impressionistische Maler Henri Rousseau vor allem für seine von der Natur inspirierten exotischen Dschungelszenen bekannt.

Inspiriert wurde er dabei durch Illustrationen in Kinderbüchern und den botanischen Gärten von Paris. Rousseau ist Autodidakt ohne formale Ausbildung, weshalb sein Werk oft von Kritikern verhöhnt wurde, die behaupteten, er male wie ein Kind.

Heute wird sein Werk von vielen geschätzt und hat viele Künstler nachfolgender Generationen beeinflusst.

Paul Cézanne

Paul Cezanne Stillleben

Paul Cézannes post-impressionistische Gemälde dokumentieren die intensiven Studien seiner Motive. Berühmtheit erlangte er durch seine Stillleben, seine unverwechselbaren Pinselstriche und die Verwendung von Farben, die den Ausgangspunkt für eine grundlegend andere Kunstwelt im 20. Jahrhundert bildeten.

Wie die meisten Künstler dieser Zeit wurde sein Werk von Kritikern verspottet und von Galerien abgelehnt. Dennoch wurde er schon damals von jüngeren Künstlern bewundert, die regelmäßig sein Atelier in Aix besuchten und ihn für einen Meister hielten.

Henri de Toulouse-Lautrec

Paul Viaud Toulouse-Lautrec

Der französische Maler, Druckgrafiker, Zeichner, Karikaturist und Illustrator Henri de Toulouse-Lautrec gehört zu den bekanntesten Malern des Post-Impressionismus.

Der Künstler ist ein Meister darin, Gesellschafts- und Publikumsszenarien einzufangen. Seine berühmtesten Werke sind Darstellungen des bunten, lebendigen und manchmal dekadenten Lebens der Pariser im 19. Jahrhundert.

In seiner 20-jährigen künstlerischen Laufbahn entstanden fast 1000 Gemälde, unzählige Zeichnungen und einige Keramik- und Glasmalereien.