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Gemälde

15 berühmte Gemälde, die du kennen musst

Berühmte GemäldeFoto: S-F / Shutterstock.com

Es gibt einige berühmte Gemälde, die du mit einem gewissen Kunstinteresse kennen musst. 15 der bekanntesten Beispiele findest du in dieser Übersicht. Dazu zählen die wichtigsten Meisterwerke der Kunstgeschichte, die ganze Epochen geprägt haben und noch heute ihre Betrachter in den Bann ziehen. 

Mona Lisa, Leonardo da Vinci, 1503-06

Mona Lisa Leonardo da Vinci Werke

Das geheimnisvolle Porträt der Mona Lisa wird seit seiner Entstehung von zwei Fragen umschwirrt: Wer ist die Frau und wieso lächelt sie so sanft? Heutzutage geht man davon aus, dass es sich bei der Mona Lisa um die Frau des Kaufmanns Francesco di Bartolomeo del Giocondo handelt: Lisa del Giocondo. Im Jahr 2005 wurde man auf eine Notiz von Agostino Vespucci aufmerksam, die beschreibt, wie Leonardo an einem Porträt der Frau arbeitete.

Der Blick und das Lächeln der Mona Lisa sind von einer Ruhe gekennzeichnet, die die Betrachter seit vielen Jahrhunderten fesselt. Zusammen mit der atmosphärischen Perspektive des Hintergrunds des Bildes entsteht ein mystisches Gesamtkunstwerk, das als das berühmteste Gemälde der Welt gilt und jährlich Millionen von Besuchern im Louvre anzieht.

Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge, Jan Vermeer, 1665

Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge Bild

Jan Vermeers Darstellung einer jungen Frau ist so verblüffend einfach, aber dennoch so verblüffend naturalistisch gemalt, dass es beinahe unheimlich ist, wie der Künstler diese Meisterleistung auf den verhältnismäßig kleinen Maßen geschafft hat (45 x 40 cm).

Vermeer stellt das geheimnisvolle Mädchen mit dem Blick über die Schulter dar. Ihr Blick ist dem Betrachter direkt entgegen gerichtet. Der Ohrring blitzt auffällig hervor und zieht die Aufmerksamkeit auf sich.

Genauer gesagt handelt es sich dabei nicht einmal um eine Porträtmalerei, sondern um eine Tronie, eine Darstellung in der niederländischen Malerei, die eine anonyme Person abbildet und die Gesichtszüge des Subjekts in den Vordergrund stellt. Aus diesem Grund ist das Gemälde von einigen Spekulationen um die Identität des Mädchens umgeben, die wahrscheinlich nie mehr aufgeklärt werden.

Die Geburt der Venus, Sandro Botticelli, 1486

Sandro Boticelli Die Geburt der Venus

Sandro Boticelli, Die Geburt der Venus

 "Die Geburt der Venus" war der erste vollständige Akt eines nicht-religiösen Motivs  und wurde für den bekannten florentinischen Gönner Lorenzo de Medici geschaffen.

Die Darstellung der Venus könnte von einer Bekannten Lorenzos inspiriert worden sein - Simonetta Cattaneo Vespucci. 

Die freizügige Darstellung der Venus stoß aber nicht nur auf Begeisterung. Der dominikanische Mönch Girolamo Savonarola ordnete das „Fegefeuer der Eitelkeiten“ an. In 1497 wurden in Florenz allerlei Kunstobjekte, die den weltlichen Geschmäckern ihrer Auftraggeber gefielen, aber der Kirche missfielen, zur Verbrennung auf einen Scheiterhaufen geworfen. Auch Die Geburt der Venus war dazu bestimmt, verbrannt zu werden.

Auf wundersame Weise entging das monumentale Gemälde allerdings diesem Schicksal. Das 1,72 m x 2,78 m große Temperagemälde kann heute in den Uffizien bestaunt werden.

Die Sternennacht, Vincent van Gogh, 1889

Sternennacht van Gogh

Die Sternennacht ist das wohl faszinierendste Gemälde von Vincent van Gogh. Es wurde in der Anstalt in Saint-Rémy gemalt, in die er sich in 1889 selbst eingewiesen hatte.

Das Gemälde zeigt das turbulente Gefühlsleben van Goghs, kurz bevor er sich ein Jahr darauf das Leben nahm. Die wirbelnden Farbstreifen und die lebendige Pinselführung zeigt die Gespaltenheit seiner Persönlichkeit. 

Das Arnolfini Porträt, Jan van Eyck, 1434

Arnolfini Hochzeit Jan van Eyck

Jan van Eycks Meisterwerk zeigt den italienischen Kaufmann und seine Partnerin in einer häuslichen Umgebung. Das berühmte Gemälde lässt sich der Renaissance des Nordens zuordnen und gilt als ein frühes Beispiel der Ölmalerei, als dieses Medium noch nicht so ausgereift war, wie einige Jahre später.

Neben der meisterhaften Verwendung des Mediums begeistert es die Betrachter vor allem mit einer umfangreichen Symbolik, über die sich viele Thesen aufstellen lassen. Die wichtigsten Theorien haben wir in unserer Bildanalyse des Porträts zusammengefasst.

Auch die Fluchtpunktperspektive war zu dieser Zeit nicht weit verbreitet. In einer häuslichen Szene gilt das Arnolfini Porträt als Vorreiter des Einsatzes dieser Perspektive.

Der Kuss, Gustav Klimt, 1908

Der Kuss Gustav Klimt

Der Kuss von Gustav Klimt ist eine interessante Mischung aus Symbolismus und Jugendstil. Das berühmte Gemälde zeigt eine mystisch wirkende Frau, die in ein üppiges Dekor aus Gold gehüllt wurde und daher perfekt in die Goldene Periode Klimts passt. In dieser Zeit verwendete Klimt häufig Blattgold, um seine Motive zu verzieren.

Wahrscheinlich wurde diese Technik von einem Besuch in einer italienischen Kirche inspiriert, in der die Künstler Oberflächen mit Blattgold veredelten.

Der Garten der Lüste, Hieronymus Bosch, 1515

Garten der Lüste

Ein unheimliches, geheimnisvolles Tryptichon, das seinesgleichen sucht. Das Gemälde zeigt das Fortschreiten der Sünde, von der Entstehung des Menschen im Garten Eden bis hin zu seinem Ende in der Hölle. Genauer gesagt zeigt die Darstellung einen Teil der Schöpfungsgeschichte aus Genesis.

Auf den Außenflügeln befindet sich ein Bild der Erde, das die Erschaffung der Erde durch Gott symbolisiert, bevor sie von Menschen und Tieren bevölkert wurde.

Die stellenweise undeutbare, fantasievolle Symbolik zeigt Wesen, die man sich kaum vorstellen kann. Wahrscheinlich ist es die pure Kreativität und Fantasie des Künstlers, der dem im Auftrag der Kirche geschaffene Werk zu seiner Popularität verhalf.

Die Kornernte, Pieter Bruegel der Ältere, 1565

Die Kornernte

Bruegels Abbildung des einfachen Mannes bei der Ernte gilt als eines der prägendsten Werke der westlichen Kunst.

Diese Komposition war eine von sechs Gemälde aus seinem Jahreszeiten-Zyklus.

Eine Gruppe von Bauern auf der linken Seite erntet den Weizen, während eine weitere Gruppe Männer ihre Mittagsmahlzeit isst. Eine Figur mit aufgeknöpfter Hose lehnt sich gegen den Baum und rastet.

Das Besondere ist die Genauigkeit der Landschaftsdarstellung. In einer Zeit, in der Landschaften vor allem als Hintergründe für religiöse Werke eingesetzt wurden, stach das weltliche Werk von Bruegel d.Ä. hervor.

Les Demoiselles d’Avignon, Picasso, 1907

Les Demoiselles d'Avignon MoMA

Foto: Darren Kumasawa / Flickr.com / CC BY-NC-ND 2.0

Les Demoiselles d’Avignon brach mit vielen Traditionen der westlichen Malerei und ebnete den Weg in die Moderne Kunst. Das berühmte Gemälde von Picasso zeigt mehrere Frauen, deren Darstellung an afrikanische Masken erinnert, die Picasso in einem Pariser Museum gesehen hatte.

Die abgebildeten Frauen sind eigentlich Prostituierte in einem Bordell in Barcelona.

Las Meninas, Diego Velázquez, 1656

Las Meninas

Diego Velázquez war Hofmaler des spanischen Königs Philipp IV. Das monumentale Meisterwerk wirft viele Fragen auf, weshalb es nicht nur wegen seiner virtuosen Malweise zu einem solch berühmten Gemälde geworden ist.

Gezeigt wird die spanische Königsfamilie, wie sie im Studio des Künstlers steht. Velázquez malt sich selbst vor einer Leinwand sitzend. Im Hintergrund befindet sich ein farblich hervorgehobenes Gemälde des Königspaares an der Wand.

Genauso gut könnte es sich dabei allerdings auch um einen Spiegel handeln. Die Position des Königspaares ist daher für den Betrachter nicht eindeutig geklärt.

Komposititon mit Rot, blau und gelb, Piet Mondrian, 1930

Komposititon mit Rot, blau und gelb

Foto: Kunsthaus Zürich

Piet Mondrian war eine führende Person der niederländischen De-Stijl-Bewegung. Das Werk „Komposititon mit Rot, blau und gelb“ stellt einen Höhepunkt dieser Bewegung dar, das die Form, Farbe und Komposition auf ihre Grundkomponenten abstrahiert.

Die drei Primärfarben und die zwei farblichen Kontraste schwarz und weiß werden eingesetzt, um ein Raster an Farbfeldern zu kreieren, das in den Minimalismus mündete.

Guernica, Picasso, 1937

Guernica von Picasso

Foto: euskalherrian / flickr.com / CC BY-SA 2.0

Die Guernica, das berühmte Gemälde von Pablo Picasso, ist das wohl bekannteste Anti-Kriegs-Gemälde aller Zeiten. Gezeigt wird das Leid der Bewohner der baskischen Stadt Guernica, nachdem ein deutsches Bombengeschwader den Ort beinahe vollständig verwüstet hatte.

Im Rahmen des spanischen Bürgerkriegs, der auf der Seite Francos durch die Deutschen Streitmächte unterstützt wurde, wurden viele unschuldige Zivilisten getötet oder schwer verwundet.

Die große Odaliske, Jean Auguste Dominique Ingres, 1814

Die große Odaliske

Im Auftrag von Napoleons Schwester, Königin Caroline von Neapel, stellte Die große Odaliske den Bruch des Künstlers mit dem neoklassizistischen Stil dar, mit dem er einen Großteil seiner Karriere lang identifiziert worden war. 

Die große Odaliske kann sowohl dem Manierismus als auch der Romantik zugeordnet werden. Ziel der Romantik war es, die emotionale Reaktion des Betrachters in den Vordergrund zu stellen und die neoklassizistischen Ideale zu verdrängen.

Die Anatomie der Odaliske ist merkwürdig: Kunsthistoriker gehen davon aus, dass die Lendenwirbelsäule um zwei Wirbel zu lang dargestellt wurde.

Was anfänglich unter Häme von den führenden Persönlichkeiten der Kunst empfangen wurde, erwies sich über die Jahre als berühmtestes Gemälde von Ingres.

Die Freiheit führt das Volk, Eugène Delacroix, 1830

Die Freiheit führt das Volk

Die Freiheit führt das Volk ist das wohl bekannteste Gemälde von Delacroix. Es zeigt die personifizierte Freiheit, wie sie das französische Volk führt, das sich über den Obrigkeitsstaat erhebt.

Das Gemälde wurde nach der Revolution von der französischen Regierung gekauft und anschließend beinahe 30 Jahre lang nicht mehr ausgestellt. Der „Bürgerkönig“ Louis-Philippe I. hielt das Motiv wahrscheinlich für zu aufrührerisch.

Glücklicherweise ist das berühmte Gemälde heutzutage für alle Besucher des Louvres zugänglich.

Impression, Sonnenaufgang, Claude Monet, 1874

Impression, Sonnenaufgang

Der prägende Charakter des Impressionismus - Claude Monet - verlieh der Bewegung des Impressionismus mit diesem Werk einen Namen.

Die bekannte Lichtimpression des Sonnenaufgangs im Hafen von Le Havre, der Heimat von Monet, stellt die Sonne als orangefarbenen Kreis dar, dessen Strahlen durch eine verschwommene blaue Verschmelzung von Wasser und Himmel stößt.

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