Malerei

Kunst als Zeitkapsel: 5 Berufe der Vergangenheit, die es so heute nicht mehr gibt

Berufe in der Kunst TitelbildGustave Caillebotte, Die Parkettschleifer, 1876

Heute würdigen wir all jene Arbeiter, deren Berufe selten geworden sind, altmodisch erscheinen oder nicht mehr benötigt werden. Die Kunst ist eine Sphäre, in der diese Berufe den technologischen und gesellschaftlichen Wandel überdauern. Hier sind 5 Darstellungen von Berufen in der Kunst, die es heute so nicht mehr gibt.

Parkettschleifer

Gustave Caillebotte, Die Parkettschleifer, 1875

Gustave Caillebotte, Die Parkettschleifer, 1875

Caillebotte malte zwei Gemälde, die den Beruf der Parketthobler darstellen. Das erste ist sehr berühmt und ist in Paris im Musée d'Orsay ausgestellt. Das Hobeln von Fußböden war/ist ein Verfahren, um die Oberfläche sehr gleichmäßig zu veredeln.

Früher war es üblich, heutzutage macht man es nur noch, wenn man sehr alte Parkettböden mit starker Abnutzung hat, die schonend restauriert werden müssen.

Wäscherinnen 

Eugène Boudin, Wäscherinnen am Fluss, zwischen 1880 und 1885

Eugène Boudin, Wäscherinnen am Fluss, zwischen 1880 und 1885

Wie du sehen kannst, hatten viele Frauen die Aufgabe zum Waschen der Kleidung. Es war eine sehr schwere körperliche Arbeit, bei der jedes einzelne Kleidungsstück in einem kalten Fluss von Hand gewaschen wurde. Dann wurde die Kleidung zum Trocknen aufgehängt und anschließend mit einem sehr massiven Bügeleisen geglättet.

Wäscherinnen waren eine so gängige Erscheinung, dass viele impressionistische Maler sie en plain air malten. Weitere bekannte Beispiele liefern Auguste Renoir, Edgar Degas und Camille Pissarro.

Hutmacherinnen

Edgar Degas, Bei der Modistin, 1882

Edgar Degas, Bei der Modistin, 1882

Zu Edgar Degas' Lebzeiten konnte man an fast jeder Ecke einen Hutmacherladen finden. Typischerweise von Frauen für Frauen betrieben, produzierten oder verkauften die Geschäfte importierte Kleidungsstücke und Accessoires, meist Hüte.

Heutzutage ist die Hutmacherei ein eher selten gewordener Beruf und wird als Bezeichnung für einen Designer, einen Hersteller oder einen Verkäufer von Hüten verwendet.

Ährenleserinnen

Jean-Francois Millet, Las Glaneuses, 1857

Jean-Francois Millet, Las Glaneuses, 1857

Ein Ährenleser zu sein war ein Synonym dafür, arm zu sein. Ährenleser sammelten Erntereste von den Feldern der Bauern, nachdem sie gewerbsmäßig geerntet worden waren, oder von Feldern, auf denen die Ernte keinen wirtschaftlichen Gewinn abwarf.

Es wurde erstmals in der Bibel beschrieben und wurde in einer Reihe von europäischen Ländern, darunter England und Frankreich, zu einem gesetzlich festgeschriebenen Anspruch der armen Bevölkerung.

Kräftezehrende Berufe in der Kunst: Steinekopfler

Die Steinklopfer Gustave Courbet

Gustave Courbet, Die Steineklopfer, 1849

Courbet war nicht der einzige, der Steineklopfer gemalt hat. Seurat interessierte sich auch für die unteren sozialen Schichten der Gesellschaft, die er sowohl bei der Arbeit als auch in ihrer Freizeit malte. Das Steineklopfen war eine überaus kräftezehrende Arbeit. 

In Courbets Gemälde stellt er einen jungen und einen älteren Mann dar, die zusammenSteine zerkleinern, die beim Bau einer Straße verwendet werden.