Bilder einrahmen und aufhängen
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9 Tipps, wie man Bilder richtig einrahmt und optimal zur Schau stellt

Foto: Crew / Unsplash

Wie oft steht Kunst im Haus herum, anstatt an unseren Wänden zu hängen. Zum einen erscheint das Bilder einrahmen oft teuer und kommt mit schier unendlichen Möglichkeiten. Passepartout - Ja oder Nein? Welches Material soll der Rahmen haben? Welche Farbe? Wie hänge ich den Rahmen auf? Wie arrangiere ich das Bild an der Wand?

Gute Fragen, auf die es allesamt Antworten gibt. Hier ist unser Ratgeber zum Bilder einrahmen, um Kunst bestmöglich in deiner Wohnung zu präsentieren.


Die Grundlagen des Bilder Einrahmens

Bilder einrahmen Grundlagen

Aus Gründen der Klarheit sollte erwähnt werden, dass teuren Meisterwerke oder kostbaren Erbstücken eine besondere Sorgfalt gebührt. Für diese Art von Kunst solltest du mit einem Rahmenhändler ein ausführliches Gespräch führen, der deine Situation im direkten Gespräch am besten einschätzen kann.

1. Dein Zuhause muss kein Museum sein

Die Mehrheit von uns sammelt Kunstwerke, die nicht in die oberen Preisregionen fallen: Sentimentale Objekte, mit denen wir emotional verbunden sind, Trödelmarkt- und Online-Schnäppchen, ein Foto, das in den Flitterwochen erworben wurde, einige ausgewählte Kinderbilder oder sei es "nur" das klassische Poster.

Dies sind die Stücke, die du gut selber einrahmen kannst, ohne ein Vermögen auszugeben oder dich durch den Vorgang einzuschüchtern lassen zu müssen.

2. Das Einrahmen sollte der Langlebigkeit zugute kommen

Um ein Werk im Laufe der Zeit zu erhalten, sollten die Passepartouts säurefrei sein, und auf der Rückseite sollte eine Staubschutzabdeckung angebracht sein.

Traditionell hat der Rahmen eine Glasscheibe als Front, aber einige Unternehmen nutzen mittlerweile stattdessen auch Acrylglas. Acryl hat den Vorteil, bruchsicher und leicht zu sein, andererseits verkratzt es viel leichter als Glas.

Achte bei der Materialwahl darauf, dass es zum Schutz vor UV-Strahlen behandelt wurde.

3. Behandle Leinwandgemälde anders als andere Farbträger

Gemälde wirken am besten, wenn man die Linienführung ohne eine Glasscheibe davor sehen kann. Achte bei Ölfarbe darauf, dass sie keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt wird, da die Farbe ansonsten verblassen kann. Acrylfarbe ist sehr licht- und wetterfest und verträgt da schon höhere Belastungen ohne UV-Schutz, sollte aber auch nicht dauerhaft in die pralle Sonne gelegt werden.

Wahlweise kannst du bei Leinwandgemälden einen Rahmen anlegen, um die Wirkung des Bildes zu verändern.

Bei kleineren Drucken und Prints ist die Langlebigkeit geringer. Hier sollte die Farbe stets mit einer Form des UV-Schutzes verbunden werden, um höchstmögliche Langlebigkeit zu gewährleisten.

Auch Aquarelle sind aufgrund ihres chemischen Aufbaus anfälliger für Schäden als Öl- und Acrylgemälde. Meide direktes Sonnenlicht und schütze vor UV-Strahlen.


Bilder einrahmen mit Passepartout oder ohne?

Bilder einrahmen Passepartout

Foto: LightField Studios / Shutterstock

Bilderrahmengeschäfte werden dich immer fragen, ob du ein Passepartout verwenden möchtest.

Ein Passepartout ist ein dünnes Stück Karton, auf dem deine Kunst liegt. Es ist dekorativ und schafft eine Kulisse, um dem Kunstwerk seinen Moment im Mittelpunkt zu bescheren. Aber Passepartout ist nicht gleich Passepartout. Heutzutage ist es wieder Trend geworden, hierbei ein wenig kreativer zu werden und ausgefallenere Optionen hinsichtlich Farbe und Bildausschnitt zu wählen.

1. Wann sollte man ein Passepartout verwenden

Wenn du Arbeiten auf Papier hast - eine Zeichnung, einen Druck, ein Aquarell - wird es mit einem Passepartout wahrscheinlich noch schöner aussehen - mit ein paar Ausnahmen.

Großformatige Fotografie sieht ohne Passepartout unglaublich aus - das Bild hat eine ergreifendere Wirkung, ohne dass es durch etwas eingeschränkt wird.

Für mehrere Arbeiten, deren Inhalt zusammenhängt (z.B. ein Triptychon), kann es ebenfalls vorteilhaft sein, auf ein Passepartout zu verzichten.

2. Was ist mit der Farbe des Passepartout?

Der Gedanke hinter dem Passepartout ist es, die Aufmerksamkeit noch stärker auf die Kunst selbst zu konzentrieren. Daher solltest du bei der Wahl der Farbe Zurückhaltung an den Tag legen. Mit einem weißen Karton oder einem cremefarbenen machst du nichts falsch.

Willst du gezielt Kontraste erzeugen, kannst du beispielsweise ein sehr helles Kunstwerk mit einem dunklen Passepartout umgeben, um noch mehr Fokus ins Zentrum des Rahmens zu legen.

3. Alles unter einen Hut bringen: Der Bilderrahmen

Bei der Wahl des Rahmens für die Kunst solltest du den Charakter deines Kunstwerks berücksichtigen. Das Passepartout soll sich nicht mit dem Motiv beißen, und schon gar nicht soll es der Rahmen.

Was auch immer du wählst, lass immer die Kunst die Führung übernehmen.

Gemälde, die hauptsächlich grün sind, sehen oft besonders leuchtend aus in einem goldenen Rahmen, einem traditionellen Favoriten vieler Gestalter.

Mit einem weißen Rahmen, wie es in vielen Galerien üblich ist, macht man quasi nie etwas falsch. Wenn es ans Bilder einrahmen geht, ist auch der schwarze Rahmen ein echter Klassiker für Zuhause.


Jetzt gehts ans Bilder aufhängen

Bilder einrahmen aufhängen

Foto: Jodie Johnson / Shutterstock

1. Plane deine Präsentation im Voraus

Bevor du einen Hammer in die Hand nimmst, überlege dir, was wo aufgehängt werden soll.

2. Betrachte den Raum aus mehreren Perspektiven

Dies gilt insbesondere dann, wenn man Kunst in einem Raum aufhängt, der von Einrichtungsgegenständen und architektonischen Elementen wie einem Kamin beeinflusst wird. Es ist beinahe üblich, Kunst zu hoch aufzuhängen, sodass ein Kunstwerk isoliert aussieht.

Es ist wichtig, die Planung aus verschiedenen Perspektiven vorzunehmen. Beispielsweise im Sitzen und im Stehen (im Wohnzimmer), um einen guten Einblick darüber zu erhalten, wo die richtige Position ist.

3. Genieße Unregelmäßigkeiten

Platziere deine Bilder zuerst auf dem Boden unter der Wand und spiele mit verschiedenen Arrangements. Um die Stücke an die Wand zu übertragen, misst du die Höhe und Breite jedes Einzelnen und markierst dann die äußersten Punkte an der Wand. Mit dieser Vorbereitung kannst du dich ans Aufhängen wagen.

Denke daran, dass Unvollkommenheit und "Imperfektion" genauso toll ist, wie eine symmetrische Ausrichtung. Es gibt keinen Grund, sich zu starr an Regeln oder Symmetrien zu halten, solange die Bildwirkung nicht nachlässt.

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