Malerei

Die häufigsten Fehler beim Malen

Fehler beim MalenFoto: jannoon028 / shutterstock.com

“Aus Fehlern lernt man.” Den Spruch kennt jeder. Und auch dann, wenn du dich einem neuen Hobby widmest, ist diese Weisheit mal wieder angebracht.

Glücklicherweise musst du nicht zwingend aus deinen eigenen Fehlern lernen, sondern kannst deine Lernkurve beschleunigen, indem du die Fehler anderer vermeidest.

Aus diesem Grund haben wir in diesem Artikel die häufigsten Fehler beim Malen lernen zusammengefasst.

1. Die falsche Zusammenstellung der Palette

Palette zusammenstellen
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Konsistenz ist eine gute Sache beim Erlernen einer neuen Fähigkeit. Die Variablen zu minimieren, um gezielt neue Skills zu entwickeln, ist vorteilhaft, um den schnellstmöglichen Fortschritt zu verzeichnen.

In diesem Zusammenhang ist es ein häufig übersehener Fehler, die Farben jedes Mal verschieden auf der Palette anzuordnen. Besser ist es, die Palette stets nach einem bestimmten Muster auszurichten, anstatt kreuz und quer verschiedene Farbfamilien zu verteilen.

So lassen sich beispielsweise einzelne Farbfamilien gruppieren oder die Farben der Dunkelheit nach aufreihen, um einzelne Farbabstufungen gleichmäßig anrühren zu können.

2. Schmutzige Farbmischungen

Schmutzig wird es dann, wenn du zu viele verschiedene Farbtöne versuchst miteinander zu mischen. Die Strahlkraft der Farbmischung wird beeinträchtigt, die Farbe wirkt dumpf und schlammig.

Versuche, mit möglichst wenigen Farben den gewünschten Farbton zu ermischen. Häufig benötigst du nur zwei Hauptfarben, um die benötigte Farbklasse zu erhalten, und anschließend Weiß oder Schwarz, um den richtigen Farbton innerhalb der Farbfamilie zu ermischen.

Relevant: Die besten Tipps zum Farben mischen

3. Farbverschwendungen

Hochwertige Farbe ist nicht gerade günstig. Du solltest daher sparsam mit deiner Farbe umgehen und immer nur so viel aus der Tube oder dem Behälter entnehmen, wie du tatsächlich verbrauchen wirst.

Ein genaues Händchen dafür, wie viel du brauchst, erlangst du jedoch erst mit Übung im Mischen und Malen.

4. Zu viel Hitze

Gerade im Sommer ist es schwierig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Beim Malen ist das nicht anders. Dennoch bringt es dir etwas, Kunst an einem kühlen Ort zu schaffen und deine Werke dort aufzubewahren.

Erstens trocknet die Farbe wesentlich langsamer, zweitens bleiben fertiggestellte Werke bei mittlerer Temperatur und normaler Feuchtigkeit länger haltbar. Deine Kunstwerke und deine Materialien werden es dir danken, wenn du ihnen ein trockenes, kühles Plätzchen freiräumst.

5. Missachtung optischer Prinzipien

Wenn du realistisch malen willst, solltest du dich bereits frühzeitig mit den Prinzipien der Optik vertraut machen. Einfach versuchen, ein Objekt möglichst genau abzumalen reicht nicht. Ein Verständnis darüber, wie beispielsweise die Schärfentiefe die Wahrnehmung beeinflusst, hilft dir dabei, echt wirkende Bilder zu erschaffen.

6. Fehlende Komposition

Abgesehen von der Optik gibt es in der Kunst ganz klare Kompositions- und Ordnungsprinzipien, die dir helfen, ein besserer Künstler zu sein.

Anstatt wild drauf los zu malen, solltest du dich mit den über Jahrhunderte gefestigten Prinzipien der Ästhetik, der Proportion und der Komposition auseinandersetzen.

Mehr: Die Komposition als Kernelement der Malerei

7. Sehen lernen

Kunst bedeutet, die eigene Realität abzubilden. Wenn du naturalistisch malen willst, benötigst du den Blick fürs Detail. Für all deine Werke musst du deine Wahrnehmung schärfen. Nur wenn du eine Vorstellung davon hast, was du malen willst, indem du es vor deinem inneren Auge siehst, kannst du die nötigen Pinselstriche setzen. Malen heißt Beobachten und anschließendes Umsetzen.

8. Unregelmäßige Übung

Jeden Tag ein bisschen zu malen ist effektiver, als ein Mal im Monat einen ganzen Tag. Die motorischen und die neuronalen Fähgikeit, die zum Malen benötigt werden, sprechen auf regelmäßige Einheiten einfach besser an.

Anstatt dein Vorhaben des Malenlernens in unregelmäßigen Abständen ans Limit zu pushen, nur um daraufhin so erschöpft zu sein, dass du Tage oder gar Wochen die Finger davon lässt, ist es besser, jeden Tag ein kleines Werk zu malen. Schritt für Schritt näherst du dich deinem Ziel. Denk dabei immer an die Erzählung von der Schildkröte und dem Hasen. Sei eine Malschildkröte, die sich jeden Tag ihrem Ziel ein kleines Stück nähert!

9. Perfektion

Versuche niemals, perfekt zu sein. Perfektion ist ein erfundenes Konzept, das in der Wirklichkeit nicht existiert. Sobald du dich und deine Malerei von dem Versuch befreist, perfekt zu sein, wirst du schnellere Fortschritte denn je erzielen. Das bedarf zwar ein wenig Mut, bewahrt dich aber davor, die Sachen zu überdenken und deine Chancen zu verpassen. Ohne Perfektionismus wird die malerische Reise zu deinem Ziel und nicht irgendeine vermeintliche Errungenschaft.

Fazit: Fehler beim Malen

Das Malen ist, wie jede andere Fertigkeit auch, an der Oberfläche recht einfach und darunter extrem anspruchsvoll. Und weil so viele Menschen noch immer annehmen, dass es sich dabei um eine Fähigkeit handelt, mit der wir auf die Welt kommen oder eben nicht, ist die Malerei für die meisten auch nicht einfach zu lernen. Es bedarf nämlich viel Übung und einem unermüdlichen Willen, besser zu werden und zu lernen, um die Malerei zu meistern.

Ich hoffe, dass dieser Artikel einige deiner Bedenken angesprochen hat und du nun einige Anhaltspunkte hast, die du besser vermeiden solltest.