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Malerei

Élisabeth Vigée-Lebrun – Leben und Werk / Female Artistry #2

Teil 2 der Reihe Female Artistry. Heute mit der französischen Künstlerin Élisabeth Vigée-Lebrun, die vor allem für ihre Porträts des französischen Hochadels bekannt ist. Es wird angenommen, dass die Malerin - auch bekannt als Madame Lebrun - ihren Stil irgendwo zwischen den Elementen des Rokoko und dem Neoklassizismus gefunden hat.

Das Leben der Künstlerin in Kürze

Als Tochter eines Malers lag ihr das Talent zur Malerei scheinbar im Blut. Schon im Teenager-Alter wurde sie für ihre Begabung bekannt und begann bald, berühmte Persönlichkeiten zu porträtieren, nachdem sie von Meistern wie Gabriel François Doyen, Joseph Vernet und Jean-Baptiste Greuze gelernt hatte.

Elisabeth Louise Vigée Le Brun

Elisabeth Louise Vigée Le Brun, Selbstporträt mit Strohhut, 1783

König Ludwig XVI. von Frankreich lud die 23-jährige Künstlerin nach Versailles ein, wo sie begann, Marie Antoinette zu porträtieren. Im Laufe einer zehnjährigen Zusammenarbeit wurde Élisabeth Vigée-Lebrun zur bevorzugten Porträtmalerin Marie Antoinettes.

Élisabeth Vigée-Lebrun Marie Antoinette

Élisabeth Vigée-Le Brun, Marie Antoinette, Königin von Frankreich, 1778

In einem Zeitraum von sechs Jahren schuf Vigée-Lebrun mehr als 30 Gemälde der Königin und ihrer Familie und wurde zur offiziellen Malerin der Königsfamilie ernannt, fast bis zu deren Untergang während der Französischen Revolution.

Dank der zart gemalten Gemälde von Vigée-Lebrun konnte Marie Antoinette ein Bild von sich selbst als liebevolle Ehefrau und Mutter vermitteln, die von ihren Kritikern der sexuellen Untreue beschuldigt wurde. Behauptungen, die durch die gegenwärtige Forschungsarbeit bestätigt zu sein scheinen.

Unter den Figuren in Élisabeth Vigée-Lebruns Hunderten von Gemälden sind auch andere Königshäuser, Schriftsteller und einflussreiche Persönlichkeiten des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts aus ganz Europa zu erkennen, da sie nach der Revolution für viele Jahre im Exil außerhalb Frankreichs arbeiten musste.

Berühmte Persönlichkeiten waren Polens letzter König, Stanisław August Poniatowski, sowie Aniela Radziwiłłówna und Helena Potocka. Auch die Comtesse de la Châtre oder Prinzessin Ana Gruzinsky-Golitsyna hat sie dargestellt.

Fürstin Irene Galitzine

Fürstin Irene Galitzine, 1797

Comtesse de la Chatre, Élisabeth Vigée-Le Brun, 1789, The Metropolitan Museum of Art

Comtesse de la Châtre, 1789

Portrait of Aniela Czartoryska nee Radziwiłł, Élisabeth Vigée-Le Brun, 1802, National Museum of Warsaw

Aniela Czartoryska nee Radziwiłł, 1802

Bemerkenswert ist, dass Vigée-Lebrun eine der ganz wenigen Künstlerinnen ihrer Zeit war, die sich von ihrer Arbeit als angesehene Malerin ihren Lebensunterhalt verdienen konnte. Während ihrer Reisen wurde sie in die Accademia di San Luca in Rom eingeführt, wurde Mitglied der Société pour l'Avancement des Beaux-Arts in Genf und trat der Akademie der Bildenden Künste in Sankt Petersburg bei.

Die Frauen in ihren Gemälden sind recht stark idealisiert. Alle Damen wirken wunderschön und aufblühend und wurden in satten Farben präsentiert. Mehr als 650 Porträtgemälde und 200 Landschaften von Élisabeth Vigée-Lebrun sind heute noch erhalten.

Film über Élisabeth Vigée-Lebrun

Im Jahr 2015 drehte Arnaud Xainte einen Film über die bedeutende französische Malerin. Der Film heißt "Le fabuleux destin de Élisabeth Vigee-Le Brun".

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