Skulptur

Moderne Indische Skulptur: Fünf prägende Bildhauer im Porträt

Indische Skulptur Titelbild

Die Moderne hat sich in Indien ausgebreitet und einen weiten Weg von der Antike bis in die Gegenwart zurückgelegt. Die postkoloniale Kunst wird typischerweise als moderne Kunst Indiens bezeichnet, da viele indische Künstler ihren Weg im westlichen abstrakten Expressionismus Mitte des 20. Jahrhunderts begonnen hatten.

Indien wurde 1947 von den gesetzlichen Bestimmungen der Briten unabhängig.

In diesem Artikel sehen wir uns die moderne indische Skulptur an. Vorgestellt werden fünf Künstlerinnen und Künstler, die mit ihrer Kunst die moderne Bildhauerei Indiens geprägt haben.

Ramkinker Baij (1906-1980)

Ramkinkar Baij war ein Querdenker, der an seine eigenen Absichten glaubte und sich in seinen Aktionen als extravagant und nobel erwies. Nachdem er sein ganzes Leben lang mit dem Motiv der indigenen Gemeinden gearbeitet hat, sind seine Werke zeitgenössisch und beschäftigen sich mit der unterschwelligen Bedeutung der Lebensfreude.

Ramkinkar wurde 1970 von Padmabushan geehrt und diente als Wegbereiter der modernen Bildhauerei, während er zusammen mit seinem Zeitgenossen und Kollegen Benode Bihari Mukherjee experimentelle Wertvorstellungen in seiner Lehrstelle verankern wollte.

Indische Skulptur: Adi Davierwala (1922-1975)

Adi Davierwalas skulpturale Installationen zeigen seine inhärenten Interessen an Naturwissenschaften und Mathematik. Die geometrischen Assemblagen mithilfe mehrerer Medien waren seine lebenslange Ausdrucksmethodik.

Als Autodidakt und akademischer Chemiker waren seine Skulpturen Ausdruck von äußeren Einflüssen und Selbstversuchen.

Darüber hinaus hatte er zunächst mit der Grundausbildung bei N.G. Pasare mit der Holzausbildung begonnen und später Steine, Marmor und Metalle für seine kreativen Tätigkeiten eingesetzt.

Pilloo Pochkhanawala (1923-1986)

Beim Vergleich ihrer Zeichnungen und extravaganten Assemblagen fühlt es sich an, als hätte sie absichtlich versucht, das Gezeichnete im dreidimensionalen Raum nachzubilden.

Pilloo Pochkhanawala war eine autodidaktische Künstlerin, die bald mit Schrott anstelle der herkömmlichen Medien arbeitete - die zweidimensionalen Ausdrücke wurden durch die dreidimensionale Bearbeitung des Schrottes bestätigt. 

Als eine der begabtesten Bildhauerinnen in einer Zeit, in der Frauen nicht die Hoffnung auf eine stärkere Bekanntheit hatten, war es ihr gelungen, mit Ausstellungen an mehreren Orten in Indien erfolgreich zu sein.

Sankho Chaudhuri (1916-2006)

Was man bei der ersten Annäherung von Sankho Chaudhuri Skulpturen sieht, ist ein individueller Versuch der Stilisierung. Seine Arbeiten sind rhythmisch und folgen einem gefühlvollen Weg, der eine rätselhafte Schleife des Visuellen schafft.

Darüber hinaus scheinen sie minimalistisch zu sein, inspiriert von natürlichen Elementen, die in den Augen des Künstlers alltäglich und doch außergewöhnlich sind.

Sankho Chaudhuri war ein Schüler von Ramkinkar Baij und hatte ihn in Nepal bei der Arbeit am Kriegsdenkmal unterstützt. Dort lernte er den Prozess des Metallgießens kennen, mit dem die meisten seiner Kunstwerke realisiert wurden.

Indische Skulptur: Meera Mukherjee (1923-1998)

Meera Mukherjee war Teil der Indian Society of Oriental Art, die unter der Leitung des berühmten Rabindranath Tagore gegründet wurde. 

Nach ihrer Ausbildung am Delhi Polytechnic in den Fachbereichen Malerei und Grafik zog sie nach Deutschland, um dort an der Hochschule fur Bildende Künste in München ein weiterführendes Studium aufzunehmen. 

Nachdem sie mit den Bildhauern der Dhokra im indischen Chhatisgarh in Kontakt kam, arbeitete sie ausschließlich in der dreidimensionalen Form, für die ihre indische Skulptur so bekannt wurde.