Kunst Doku
Kunst

6 der sehenswertesten Kunst Dokus, die jemals gedreht wurden

Hinter jedem großen Kunstwerk steht ein Künstler, der eine Geschichte zu erzählen hat. Und obwohl ihre Meisterwerke oft für sich selbst sprechen, hilft das Entdecken des Lebens des Künstlers dem Betrachter, das von ihm geschaffene Werk besser zu verstehen. Dank vieler großartiger Filmemacher können wir heute seltenes und noch nie dagewesenes Filmmaterial von Künstlern in faszinierenden Kunstdokumentationen genießen.

Von den Aufnahmen zu Pablo Picasso und Gerhard Richter bei der Arbeit bis hin zu intimen Interviews mit Jean-Michel Basquiat findest du hier einige der inspirierendsten Kunst Dokus, die jeder Kunstliebhaber gesehen haben sollte. 

Vincent: The Life And Death Of Vincent Van Gogh, 1987

Diese wunderschöne Dokumentation von Paul Cox beschreibt das Leben von Vincent van Gogh durch die Briefe des Künstlers an seinen Bruder Theo, die von John Hurt vorgetragen wurden. Der Betrachter sieht einige der Landschaften, die die Gemälde des Künstlers inspiriert haben, darunter Szenen von Bauern, die auf ihrem Land arbeiten, und Schatten, die über Sonnenblumenfelder ziehen.

Nahaufnahmen zeigen die komplizierten Details von Van Goghs Meisterwerken, während der Erzähler die Techniken und künstlerischen Experimente des ikonischen Malers durch Van Goghs eigene Worte beschreibt.

Gerhard Richter Painting, 2011

Unter der Leitung von Corinna Belz gibt Gerhard Richter Painting einen intimen Einblick in das Atelier des abstrakten Künstlers Gerhard Richter. Der Künstler ist bekannt dafür, medienscheu zu sein, aber er stimmte zu, 2007 zum ersten Mal seit 15 Jahren für Belz' ersten Film über den Künstler vor der Kamera zu erscheinen.

Die 2011 entstandene Nachfolge-Dokumentation bietet eine Perspektive auf Richters Schaffensprozess, intime Gespräche mit seinen Kritikern, Mitarbeitern und Galeristen und einen Einblick in seltenes Archivmaterial.

Jean-Michel Basquiat: The Radiant Child, 2010

Der in New York lebende Künstler Jean-Michel Basquiat eroberte die Kunstwelt Ende der 1970er Jahre im Sturm, als er als Graffitikünstler Anerkennung fand. In nur wenigen Jahren entwickelte er sich von einem mysteriösen Rätsel zu einem der berühmtesten Künstler der Welt. Basquiat kam mit seinem neuerlangten Erfolg jedoch nicht ohne Weiteres zurecht und starb bedauerlicherweise 1988 im Alter von 27 Jahren an einer Überdosis Heroin.

Basquiats enge Freundin und Filmemacherin Tamra Davis fängt in ihrem Film das Leben des ikonischen Künstlers auf intime Weise ein. Jean-Michel Basquiat ist eine Kunst Doku mit erstmals erschienenem Interviewmaterial.

Kunst Doku: The Mystery of Picasso, 1956

The Mystery of Picasso ist wohl einer der besten Filme über den legendären spanischen Maler. Unter der Regie von Henri-Georges Clouzot zeigt diese Kunst Doku Picasso, wie er Bilder auf Glasplatten aus der Sicht der Kamera malt und so seinen geheimnisvollen Entstehungsprozess offenbart.

Von verspielten Schwarz-Weiß-Skizzen bis hin zu bunten Wandmalereien - alle 20 für den Film geschaffenen Werke wurden vom Künstler nach den Dreharbeiten zerstört.

Clouzot sagte zu Picasso:

"Wenn wir alle tot sind, du und ich und alle, wird der Film immer noch vorgeführt"

Eames: The Architect and the Painter, 2011

Der Designer Charles Eames und seine Künstlerfrau Ray waren zwei der bedeutendsten amerikanischen Künstler in den Bereichen der modernen Architektur, des Designs und der Kunst. Regisseur Bill Jersey beleuchtet in seinem Langfilm eine Fundgrube an Archivmaterial.

Es enthält Interviews mit Freunden, alten Kollegen und Designexperten, die die faszinierende Geschichte dieser beiden legendären Vorreiter erzählen.

Marina Abramovic: The Artist is Present, 2012

Diese beeindruckende Kunst Dokumentation begleitet die Performance-Künstlerin Marina Abramovic bei der Vorbereitung auf eine große Retrospektive ihrer Arbeit im Museum of Modern Art in New York. Mit ihrem eigenen Körper als Medium verschiebt sie die körperlichen und geistigen Grenzen und riskiert oft ihre eigene Gesundheit für ihre Kunst.

Für ihre Performance saß sie mehr als 7 Stunden, jeden Tag, drei Monate lang, auf einem Stuhl, ohne Essen und Wasser, und blickte in die Augen der Besucher, die ihr gegenüber saßen.

Wie bei einem intensiven Starrspiel für Erwachsene erfahren die Zuschauer, wie unglaublich kraftvoll menschliche Verbindungen sein können.