Kunst

6 Gründe, wieso du nie zu alt bist, um künstlerisch aktiv zu werden

Kunst im Alter HeroFoto: Syda Productions / Shutterstock.com

Es besteht die Möglichkeit, dass du dein ganzes Leben lang ein gewisses Interesse an Kunst hattest, aber nie den Sprung gewagt hast, selbst aktiv zu werden und Kunst zu erschaffen.

Vielleicht fragst du dich, ob es nun zu spät ist, mit der Kunst, der Malerei oder dem Zeichnen als Hobby anzufangen?

Das ist es nicht.

Hier sind 6 Gründe, die beweisen, dass du in jedem Alter anfangen kannst zu zeichnen oder zu malen und deine Kreativität endlich vollkommen ausleben kannst. Einige Dinge werden dir sogar dabei helfen, Kunst im Alter zu kreieren.

1. Sogar die bekanntesten Künstler begannen teilweise spät

Die berühmtesten Künstler der Welt kennt man. Entweder durch ihren Namen oder durch ihr Werk.

Aber wusstest du, dass einige unserer Lieblingskünstler auch einen Spätstart hingelegt haben?

Monet

Monet, Meister der französischen impressionistischen Bewegung, wird bis heute hoch gelobt.

Doch erst nachdem seine Frau verstarb, als er Ende 30 war, schuf er die meisten seiner besten Werke des 19. Jahrhunderts. Ein dermaßen einschneidender Schicksalsschlag kann als Treiber für künstlerische Produktivität genutzt werden. Auch wenn Monet bereits früh in seinem Leben malte, nutzte er die Kunst, um seine Gefühle zu verarbeiten.

Van Gogh

Auch Van Goghs Werk ist von einer extrem produktiven späten Periode in seinem Leben geprägt. Der postimpressionisitische van Gogh, der zu Lebzeiten mit massiven Geldproblemen zu kämpfen hatte, starb mit 37 Jahren und war im letzten Abschnitt seines Lebens trotz Geisteskrankheit am produktivsten.

Mary Delaney

Sie war dazu gezwungen, einen viel älteren Mann in ihren jungen Jahren zu heiraten, weshalb sie die meiste Zeit damit verbrachte, ihn zu pflegen. Delaney hat den großen Teil ihrer Kunst im Alter von 71 bis 88 Jahren geschaffen, bis schließlich ihre Sehkraft sie im Stich ließ. Delaney wurde für ihre Decoupage-Kunst berühmt. Eben diese Kunst war es, die ihr sogar die Aufmerksamkeit der britischen Königsfamilie, genauer George III und Königin Charlotte von England, einbrachte.

2. Lebenserfahrung gibt dir einen kreativen Vorteil

Mit dem Alter kommt die Lebenserfahrung. Du hast mehr Orte gesehen, mehr Freundschaften und Beziehungen erlebt, mehr Momente der Freude und Trauer erlebt. Es gibt tiefere Brunnen, aus denen man schöpfen kann, um bedeutungsvolle Arbeit zu schaffen.

Das Altern kommt auch mit der Gabe, sich mit uns selbst und unseren Ideen wohl zu fühlen. Wir sind in der Lage, uns klarer und selbstbewusster auszudrücken als in jungen Jahren. Wir können auch unsere eigenen Regeln für unser Leben aufstellen. Wir sind dafür verantwortlich, wie wir unsere Kreativität definieren, wann wir sie praktizieren, wie sie aussieht und was sie für uns bedeutet.

3. Die Kunst verleiht deiner Leidenschaft Ausdruck

Erinnere dich daran, dass Kreativität deinem Leben einen neuen Sinn geben kann.

Vertraue darauf, dass es einen tieferen Sinn darin gibt, etwas zu tun, in dem du voller Leidenschaft aufblühst – zu wissen, dass der Weg nicht immer einfach sein wird, aber sich die Reise lohnen wird.

Hat dir das Ausprobieren von etwas Neuem erlaubt, Frustration und Misserfolg mit Anmut zu begegnen?

Nimm die Erkenntnisse und Fähigkeiten, die du aus deiner neuen kreativen Tätigkeit ziehen kannst und wende es auch auf andere Bereiche deines Lebens an.

4. Dein Gehirn versucht, dich zu beschützen

Dein Unterbewusstsein hat viele Möglichkeiten, dich zu schützen. Aber das bedeutet nicht, dass es immer richtig ist.

Wenn du dich deinen Ängsten stellst, wirst du unterbewusst mit einer ganzen Reihe von Ausreden konfrontiert werden. Doch die meisten, wenn nicht sogar alle Ausreden sind gar nicht berechtigt.

Dieses Verhalten war hilfreich, als unsere Umwelt tatsächlich eine Bedrohung für unsere Gesundheit dargestellt hat.

Frag dich stattdessen: “Basiert diese Angst auf der Wahrheit oder ist es nur eine Ausrede, um mich vor der Ungewissheit zu beschützen?” Es ist nicht so beängstigend, wie du denkst.

5. Karrierewechsel sind üblicher denn je

Denkst du darüber nach, die Karriere zu wechseln und in die Kunstindustrie einzusteigen? Oder vielleicht willst du endlich mit der Kunst nebenberuflich loslegen.

Mit einem Karrierewechsel bist du nicht allein. Heutzutage ist es gewöhnlicher denn je, in verschiedenen Branchen gearbeitet zu haben.

Selbstverständlich gilt es abhängig von deinem Alter einige Dinge zu beachten, bevor du den Sprung wagst. Zunächst ist es unerlässlich, das du deine Kunst meisterst, bevor du dir Gedanken darüber machst, wie du deine Kunst monetarisierst und davon deinen Lebensunterhalt finanzierst.

6. Besinne dich auf die Reise, nicht auf die Destination

Die Kunst im Alter hat ganz viele Vorteile für dich als Person. Sobald du dich auf die Reise begibst, solltest du dich auf die vielfältigen Vorteile konzentrieren, die du durch das regelmäßige Üben genießt, anstatt stets mit einem Auge auf dein Ziel zu schielen. In der Kunst, wie auch in den meisten anderen Lernprozessen, gibt es kein konkretes Ziel, sondern lediglich eine Reihe von selbst gesteckten Orientierungspunkten, die du abhaken kannst. Ankommen wirst du aber niemals vollkommen, da du dir immer wieder neue Orientierung suchst, abhängig von deinem Leistungsstand.

Fokussiere dich stattdessen auf die neuen Fähigkeiten, die du lernst, sowie die damit einhergehenden Vorzüge.

Hat dir das Ausprobieren von etwas Neuem erlaubt, Frustration und Misserfolg mit Anmut zu begegnen? Hat dir das Erlernen einer neuen Fähigkeit wie der Malerei zu mehr Geduld verholfen? Lass dieses Gefühl in deinen Alltag einfließen. Hast du durch deine kreative Praxis ein tieferes Gefühl der Freude in dir selbst geweckt? Teile dieses Glück mit deinen Freunden und deiner Familie. Hat das Arbeiten mit deinen Händen dir zu einem neuen Körpergefühl verholfen? Bedanke dich bei deiner körperlichen Gesundheit, dass du dies erleben darfst.

Indem wir den Fokus vom endgültigen Ziel weg und zurück auf den Prozess lenken, können wir unsere Zeit genießen und die positiven, therapeutischen Effekte der Kreativität voll und ganz ausschöpfen.

Egal aus welchem Grund du kreativ tätig bist, sei es für eine zweite Karriere, um mehr Freude in dein Leben zu bringen, dich neu zu erfinden oder verschiedene Aspekte deiner selbst auszudrücken, bleib dir stets bewusst, welche Vorteile dir der Prozess des Erlernens einer neuen Fähigkeit gibt.

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