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Leonardo da Vinci Farben und Techniken in der Malerei

Leonardo da Vinci FarbenLeonardo da Vinci, Dame mit dem Hermelin, 1489, 1490

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Techniken Leonardo da Vinci bei seiner Malerei eingesetzt hat. Außerdem sehen wir uns an, wie Leonardo da Vinci Farben ausgewählt hat, um seine Techniken wie das Chiaroscuro und das Sfumato zu perfektionieren.

Leonardo da Vinci Farben und Malgründe

Leonardo malte auf einer Vielzahl von Oberflächen. Für seine Wandmalerei malte er sowohl auf noch feuchten Putz (Buon Fresco), als auch auf bereits getrockneten (Secco Fresco).

In seinem Meisterwerk Das Abendmahl malte er auf bereits getrockneten Putz, weshalb das Kunstwerk heutzutage so starke Alterungseinflüsse und Abnutzungen aufweist, obwohl es mehrfach restauriert wurde. 

Das Abendmahl Analyse

Foto: posztos / shutterstock.com

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In seiner frühen Malerei verwendete Leonardo da Vinci Farben, die auf Ölmedien basierten, in denen das gemahlene Pigment gebunden wurde. Später setzte er vor allem auf Temperafarbe mit Ei als Bindemittel. Seine Gemälde malte er sowohl auf mit Leinwand bespannten Keilrahmen, als auch auf Holztafeln.

Leonardo da Vinci Technik: Untermalungen

Zu Beginn seiner Malerei kreierte Leonardo zunächst eine detaillierte Untermalung in neutralem Grau oder Braun, dann trug er seine Farben Schicht für Schicht mit einer Vielzahl von halbtransparenten Lasuren auf die Malfläche auf. Die Auswahl an Farbtönen hielt er begrenzt.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel seiner Untermalungstechnik wird dir in seiner "Anbetung der Könige aus dem Morgenland" offenbart, da das Bild unvollendet blieb und das Verdaccio deutlich sichtbar ist. 

Anbetung der Könige

Ein Teil der Untermalung scheint durch die oben aufliegenden Farbschichten hindurch, wenn das Licht auf die Leinwand trifft. So kommt es auf ganz feine Art und Weise zu einer Formgebung, die den Betrachter durch ihre Sanftheit beeindruckt. Durch die transparenten Schichten reflektiert das Licht von der Grundierung zurück, so dass es aussieht, als würde das Licht von den Figuren und Objekten selbst ausstrahlen.

Das Erzeugen von Farbverläufen durch das Auftragen von mehreren Glasuren verleiht dem Gemälde auch eine Tiefe, die man durch das Auftragen einer einzigen deckenden Farbschicht nicht erreichen kann.

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Leonardos Farbpalette

Auf seiner Farbauswahl waren erdige Brauntöne, Grüntöne und Blautöne in einem engen Tonumfang. Dies trug dazu bei, den Elementen im Bild ein Gefühl der Einheit zu verleihen. In Leonardo da Vincis Werken findest du keine intensiven Farben oder harte Kontraste.

Chiaroscuro von Leonardo da Vinci

Leonardo war Meister des Chiaroscuro, der Hell-Dunkel-Malerei. Diese beliebte Leonardo da Vinci Technik nutzt die Kontraste von Licht und Schatten als Modellierungstechnik, um die Illusion von Plastizität und dreidimensionalen Raumverhältnissen zu erreichen.

Sfumato

Sfumato Maltechnik

Leonardo da Vinci, Die Felsgrottenmadonna, 1483 bis 1486

Im Gegensatz zur florentinischen Schule der Maler, die ihre Motive stark umrissen, ist das Sfumato eine von Leonardo da Vincis Techniken, die er wie kein anderer perfektionierte. Dadurch erzielte er eine Weichheit, die die Kanten praktisch unsichtbar erscheinen lässt. 

Dieser Ansatz erhöht die Realitätsnähe seiner Bilder, da die Gesichter so sanft geschwungen sind und die Haut so weich und zart wirkt. Um diesen Effekt zu erzielen, wählte da Vinci eine einheitliche Palette von mittleren Farbtönen und verzichtete auf die leuchtendsten Farben für stärkere Kontraste.

Leonardo da Vinci Farben zusammenstellen

Für eine moderne Auswahl an Leonardo da Vinci Farben solltest du dir eine kleine Bandbreite an transparenten Erdfarben zusammenstellen, deren Zwischentöne ähnlich sind, sowie Schwarz und Weiß.

Einige Hersteller produzieren eine Reihe von neutralen Graustufen, die sich ideal für eine Untermalung im Stile da Vincis eignen.

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