Malerei

Sinn und Zweck eines Malstocks in der Malerei

Malstock HeroFoto: tete_escape / shutterstock.com

Kennst du unangenehme Gefühl, wenn du vor der Leinwand an einer Staffelei stehst und nicht so recht weißt, wohin mit dem Arm? Das Problem der fehlenden Auflage, die du vom Malen auf Papier gewöhnt bist?

Glücklicherweise bist du mit diesem Problem nicht alleine. Schon vor vielen Jahrhunderten haben sich die Künstler mit demselben Problem beschäftigt und eine Lösung gefunden: Den Malstock.

Verwendungszweck eines Malstocks

Es gibt wirklich keinen Geheimtrick, wie man einen Malstock verwendet. Dabei handelt es sich um eine vor die Leinwand geklemmte Halterung, die als Handauflage beim Malen verwendet werden kann. Es dauert jedoch einige Zeit, bis du dich daran gewöhnt hast, sodass folgende Tipps zum Einsatz hilfreich sind.

Lege das Kugelkopfende des Malstocks auf den Rand der Leinwand, auf die Staffelei oder auf eine Stelle des Bildes, an der du sicher bist, dass sie trocken ist.

Greife das andere Ende mit deiner nicht malenden Hand und halte es fest, während du mit deiner malenden Hand am Malstock Halt findest. Auf diese Weise befindet sich deine malende Hand nicht dauerhaft in einem angespannten Zustand, sondern kann an einer Halterung während des Malens fixiert werden.

Kaufen vs. DIY: Deine Optionen für einen Malstock

Ein Malstock ist eine äußerst einfache Konstruktion. Es steht dir offen, ob du einen Malstock selber bauen willst, oder ob du ein bereits komplettes Exemplar im traditionellen Look für Rund 20 Euro Online oder in einem Bastelladen deiner Wahl kaufst.

Um einen Malstock selbst zu bauen, benötigst du im Grunde genommen nicht mehr als ein Stück Bambus oder einen ähnlichen runden Stab.

Binde einfach ein kleines Stück gefaltetes Tuch mit einem Stück Schnur oder einem Gummiband an ein Ende des Stockes.

Im Idealfall wählst du ein Stück Stoff oder Gewebe, das rutschfest ist und deine Leinwand nicht verkratzt. Ein Stück Leder ist perfekt für diesen Einsatz geeignet, vor allem da es so langlebig ist. Traditionelle Malstöcke wurden ebenfalls mit einem Stück Leder bestückt.

Ein runder Stock ist besser als ein eckiger. Einen eckigen Stock wirst du häufig drehen, damit dein Arm nicht auf der spitzen Kante liegt und sich unangenehme Druckstellen bilden.

Andere DIY-Varianten sind beispielsweise ein Spazierstock, der über den Rand des Keilrahmens gelegt wird. Solange die Leinwand an der Staffelei nicht beschädigt wird, kannst du quasi jeden Stock als Malhilfe verwenden, der sich durchbiegen lässt und nicht all zu schwer ist.

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