Logo Daskreativeuniversum

Inspiration für Kreative und Kreatives

MalerMalerei

Moderne Porträtmalerei – 7 Gegenwartskünstler, die das Genre prägen

Moderne Porträtmaler

Vor der Fotografie waren es die Maler, die Schnappschüsse der Menschheit aufnahmen. Die Rede ist von der Porträtmalerei.

Namhafte Maler wie Van Gogh, Mary Cassatt und Pablo Picasso, die sich alle auf die Abbildung menschlicher Ausdrucksformen spezialisiert haben, sind eine Inspiration für viele der heutigen Porträtmaler, die das uralte Genre in neue Richtungen lenken.

Hier sehen wir uns 7 Moderene Porträtmaler an, die durch ihren sehr individuellen Malstil auffallen.

Chuck Close

 

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Art & Design Internships (@artboundinitiative) am

Chuck Close ist einer der bekanntesten Fotorealisten der USA und eine Ikone der modernen Porträtmalerei.

Am bekanntesten ist er für seine fragmentierten Porträts, die erst bei ferner Betrachtung zu einem Portät verschmelzen. Aus nächster Nähe stellt man fest, dass die Kunstwerke aus einzelnen Farbquadraten oder Fotos zusammengesetzt sind, die sorgfältig platziert wurden, um ein größeres Ganzes zu erzeugen.

Lauren Brevner

 

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Lauren Brevner (@laurenbrevner) am


Die in Vancouver lebende Künstlerin Lauren Brevner erschafft Frauenporträts in der Mischtechnik (Mixed Media), die an zeitgemäße Versionen von Gustav Klimts Werken erinnern.

Jedes der stilisierten Porträts wird auf Holztafeln gemalt und aus einer Kombination von Materialien wie Öl- und Acrylfarbe, Harz, schimmerndem Blattgold und traditionellen japanischen Papieren hergestellt.

Jonathan Yeo

 

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Jonathan Yeo (@jonathanyeo) am

Jonathan Yeos Porträtkunst ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Erstens malt er Prominente, Politiker und andere einflussreiche Persönlichkeiten unserer Zeit – im Zeitalter der digitalen Fotografie.

Zweitens handelt es sich dabei nicht immer nur um einfache Kunstwerke auf Leinwand, sondern er verwendet teilweise ausgeschnittene Bilder aus pornografischen Zeitschriften, um realistische Collagenporträts zu erstellen. Er erlangte Bekanntheit, nachdem er eine Collage von George W. Bush geschaffen hatte, die vollständig aus solchen Bildern bestand und ist seitdem einer der beliebtesten und berühmtesten Porträtkünstler berühmter Persönlichkeiten.

Yasutomo Oka

Yasutomo Oka
via Yasutomo Oka

Wenn man sich diese wunderschönen Porträts von Yasutomo Oka ansieht, könnte man meinen, dass der 34-jährige Japaner ein talentierter Fotograf ist. Die Wahrheit ist jedoch, dass die Werke nicht mit einer Kamera aufgenommen wurden, sondern mit einem Pinsel gemalt wurden.

Yasutomo Oka ist Ölmaler, der seine weiblichen Modelle mit außergewöhnlicher Genauigkeit abbildet, sodass sich seine Gemälde kaum von einem Foto unterscheiden. Dabei achtet der Künstler stets auf eine authentisch japanische Stimmung, ausgedrückt entweder durch die Kleidung, den Schmuck oder die Hintergrundszenerie.

Kehinde Wiley

 

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Kehinde Wiley (@kehindewiley) am


Der in New York lebende Künstler Kehinde Wiley, der erst vor kurzem das offizielle Porträt des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama gemalt hat, erfindet klassische Porträts im Renaissance-Stil neu, indem er farbige Persönlichkeiten darstellt.

Seine atemberaubenden Porträts zeigen Personen, die wie Mitglieder eines Adelsgeschlechts posieren, umgeben von bunten Blumenmustern, die sich auf die Textilien und Ziermotive ihrer Kulturen beziehen.

Joshua Miels

 

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Joshua Miels (@joshuamiels) am


Der australische Maler Joshua Miels gestaltet lebendige, vielschichtige, großformatige Porträts, die die Emotionen des Menschen einfangen.

Mit dem Palettenmesser und dicken Ölfarbanstrichen aufgetragen, strahlen seine strukturreichen Werke eine kraftvolle Dynamik aus und veranschaulichen die Verletzlichkeit seiner Figuren.

Emanuele Dasciano

 

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Emanuele Dascanio (@emanuele_dascanio) am


Emanuele Dasciano ist ein Meister der Schwarz-Weißen Porträtmalerei. Anders als viele andere hyperrealistische Porträtmaler zeichnet Dasciano nicht unbedingt auf einem großformatigem Mal- bzw. Zeichenuntergrund.  Ihm gelingt es, selbst auf verhältnismäßig kleine Flächen eine Detailgenauigkeit zu bringen, die seinesgleichen sucht. Gewöhnlicherweise verwendet der Künstler als Medien für seine Porträts Graphit (Bleistift) und Kohle.

Die hyperrealistischen Werke, die teils mehr als 700 Stunden zur Fertigstellung benötigen, werden von seiner Zeit als Assistent des italienischen Malers Gianluca Corona beeinflusst, der ihm die Öltechniken der alten Renaissance-Meister lehrte. Die Arbeiten von Dascanio zeigen lichtdurchflutete Motive, die jede Haarsträhne sowie Haut- und Stofffalten hervorheben.

Amy Sherald

 

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Amy Sherald (@asherald) am


Die moderne Porträtmalerei der in Baltimore lebenden Künstlerin Amy Sherald stellt Stereotypen gegenüber der afroamerikanischen Gemeinschaft in Frage und wirft ein Licht auf solche Personen ihrer Community, die mit diesen Vorurteilen Schluss machen.

“Wir hören immer wieder dieselben Geschichten darüber, wer wir sind – Erzählungen voller Schmerz, Unterdrückung und Anstrengung”, so Sherald. Sie will stattdessen Leute mit besonderen Geschichten malen, von denen Farbige in Amerika nicht so häufig hören.

Ihr wohl berühmtester Auftrag war für die ehemalige First Lady Michelle Obama. Sherald malte Mrs.Obama mit der Hand unter dem Kinn, wie sie ein Op-Art-Kleid der Designerin Michelle Smith trug.

Porträtmalerei im Wandel der Zeit

Einige der frühesten Porträts sollen von den alten Ägyptern auf Stein gemalt worden sein, um ihre Pharaonen und Gottheiten zu verewigen.

Im Laufe der Jahrhunderte blieb die aufwendige Porträtmalerei weiterhin der Abbildung von Königsfamilien und religiösen Figuren vorbehalten. Die besten Maler der Region wurden beauftragt, Kunstwerke zu schaffen, die das “wahre Wesen” der abgebildeten Figuren erfassen sollten. Aus diesem Grund waren frühe Porträts oft eher eine künstlerische Darstellung der Person als eine Darstellung ihres tatsächlichen Erscheinungsbildes.

In verschiedenen Epochen und künstlerischen Bewegungen hat sich die Porträtmalerei weiterentwickelt. Von edlen Porträts der Renaissance bis hin zu Darstellungen des bürgerlichen Lebens während des Realismus entwickelten die Künstler ihre eigenen Stile. Einige Künstler begannen sogar, Selbstporträts zu malen.