Kunst

13 der wichtigsten Museen der bildenden Kunst in Paris

Museen in Paris

Paris war jahrhundertelang die unumstrittene Kunsthauptstadt der westlichen Welt. Im Laufe der Jahre lebten und arbeiteten viele wegweisende Künstler in Paris: Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Claude Monet und zahllose andere. Ein Großteil ihrer Werke wird heute in der immensen Anzahl von Museen in Paris ausgestellt.

Egal, ob du nun die "üblichen Verdächtigen" unter den Museen oder die kleinere Institutionen für zeitgenössische Kunst bevorzugst, findest du in dieser Auswahl die besten Orte, an denen du in Paris Kunst erleben kannst.

Louvre

Louvre

Das weltweit größte ist auch das meistbesuchte Museum - allein im Jahr 2018 passierten rund 10,1 Millionen Besucher die ikonische Glaspyramide.

Der Louvre ist natürlich für seine beeindruckende Sammlung an Kunstwerken bekannt, doch ist die Einrichtung auch ein Meisterwerk in sich. ODer besser gesagt, eine Sammlung von Meisterwerken, die von einem Jahrhundert zum anderen verändert und ergänzt wurden. 

Rund 35.000 Kunstwerke und Exponate werden hier ausgestellt, die in acht Abteilungen aufgeteilt und in drei Flügeln untergebracht sind. Der Hauptanziehungspunkt ist jedoch die Malerei und Skulptur, von denen der Großteil der bedeutendsten Werke im Denon-Flügel untergebracht ist.

Musée d'Orsay

Kunstwerke im Musée d'Orsay

Foto: zonesix / Shutterstock

Der alte Bahnhof Orsay im Belle Époque Architekturstil wurde 1986 in das Musée d'Orsay umgewandelt und beherbergt heute eine der weltweit größten Sammlungen impressionistischer und postimpressionistischer Kunst.

Neben Werken von Monet, Manet und van Gogh findest du eine umfangreiche Sammlung dekorativer Kunst des Jugendstils und eine große Auswahl an Skulpturen des 19. Jahrhunderts, wie das Höllentor von Auguste Rodin.

Centre Pompidou

Kunstwerke im Centre Pompidou

Foto: poludziber / Shutterstock

Die Farben, die freiliegenden Rohre und Luftkanäle machen das Centre Pompidou zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Paris. Das Centre Pompidou beherbergt die größte Sammlung moderner Kunst in Europa, die in Umfang und Qualität nur vom MoMA in New York übertroffen wird.

Revolutionär war auch die Idee, ein Museum für moderne Kunst, eine Bibliothek, einen Ausstellungs- und Aufführungsraum sowie ein Kino in einem multifunktionalen Gebäudekomplex zu vereinen.

Museen in Paris für zeitgenössische Kunst: Palais de Tokyo

Palais de Tokyo

Foto: Jean-Pierre Dalbéra / Flickr

Als das Palais 2002 eröffnet wurde, dachten viele, dass die schlichte Inneneinrichtung des Palais ein Design-Statement sei. In Wirklichkeit war es eine Reaktion auf die finanziellen Engpässe. Das Gebäude aus dem Jahr 1937 ist heute ein offener Raum mit einer zentralen Halle, in der Ausstellungen und Performances stattfinden.

Lange Öffnungszeiten und ein nettes Café ziehen ein jüngeres Publikum an, das hier vorwiegend mit zeitgenössischer Kunst in Kontakt kommt. Der Name geht auf die Exposition Internationale von 1937 zurück, erinnert aber auch an die Verbindungen zu einer neuen Generation von Künstlern aus Fernost.

Musée Jacquemart-André

Museum Jacquemart-André

Foto: Christophe Recoura / CC BY-SA 3.0

Lange Terrassentreppen und ein Löwenpaar aus Stein führen den Besucher in dieses großartige Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, das eine beeindruckende Sammlung von Kunstgegenständen und Gemälden beherbergt. Es wurde von Edouard André und seiner Frau, der Künstlerin Nélie Jacquemart zusammengetragen.

Das Herrenhaus wurde gebaut, um ihren Schatz zu beherbergen, der Rembrandts, Tiepolo-Fresken und Gemälde der italienischen Meister Uccello, Mantegna und Carpaccio umfasst.

Musée Marmottan-Monet

Musée Marmottan-Monet

Foto: I, Sailko / CC BY 2.5

Ursprünglich ein Museum der Kaiserzeit, das der Sammler Paul Marmottan dem Staat vermachte, ist dieser alte Jagdpavillon dank zweier Nachlässe zu einem berühmten Ort der impressionistischen Kunst geworden: der erste stammt von der Tochter des Arztes von Manet der zweite von Monets Sohn Michel.

Die Monet-Sammlung, die größte der Welt, umfasst 165 Werke sowie Skizzenbücher, Paletten und Fotos. Für die atemberaubenden Seerosengemälde wurde ein spezieller kreisförmiger Raum geschaffen.

Im Obergeschoss befinden sich Werke von Renoir, Manet, Gauguin, Caillebotte und Berthe Morisot, eine Uhr von Sèvres und eine Sammlung von Möbeln aus dem ersten Kaiserreich.

Fondation Cartier pour l'Art Contemporain

Fondation Cartier pour l'Art Contemporain

Foto: Rui Ornelas / CC BY 2.0

Dieses 1984 von Cartier gegründete Museum für zeitgenössische Kunst beherbergt noch immer den Hauptsitz des ikonischen Schmuckherstellers im Obergeschoss.

Die Galerien beherbergen medienübergreifende Ausstellungen, die oft natürlichen Themen wie "Vögel", "Wüste" oder "Bäume" folgen. Das Museum führt auch regelmäßig Veranstaltungen durch, die mit den Ausstellungen zusammenfallen.

Musée National Rodin

Musee Rodin

Foto: Fredrik Rubensson / Flickr

Das Rodin-Museum ist eines der Museen in Paris, das man sich bei einem Besuch nicht entgehen lassn sollte. Vor allem im Sommer bietet der wunderschöne Skulpturengarten Kultur und Erholung in einem traumhaften Ambiente. Das Museum befindet sich im Hôtel particulier, wo Auguste Rodin in den letzten Jahren seines Lebens lebte.

Der Kuss, Porträtbüsten und frühe Terrakotta-Werke sind in den Innenräumen ausgestellt, ebenso wie viele der Einzelfiguren oder kleinen Gruppen, die auch in Das Höllentor zu sehen sind. Rodins Werke werden von mehreren Werken seiner Geliebten und Schülerin Camille Claudel begleitet. An den Wänden hängen Gemälde von van Gogh, Monet, Renoir, Carrière und Rodin selbst. 

Die meisten Besucher verbringen besonders viel Zeit in den Gartenanlagen. Hier findest du einige Hochkaräter von Rodin, wie Die Bürger von Calais, Das Höllentor und Der Denker.

Museen in Paris: Das Musée Bourdelle

Musée Bourdelle

Foto: Julien / Flickr

Der Bildhauer Antoine Bourdelle, ein Schüler Rodins, schuf eine Reihe monumentaler Werke, darunter die Relieffriese im Théâtre des Champs-Elysées, die von Isadora Duncan und Nijinsky inspiriert wurden. Zu diesem Museum gehören die Wohnung und die Ateliers des Künstlers, die auch von Eugène Carrière, Dalou und Chagall genutzt wurden.

Ein Erweiterungsbau aus den 1950er Jahren verfolgt die Entwicklung des Reiterdenkmals von Bourdelle für General Alvear in Buenos Aires und seines meisterhaften Herkules, eines der beliebtesten Kunstwerke in Paris.

Musée de l'Orangerie

Musée de l’Orangerie

Foto: EQRoy / Shutterstock

Nach jahrelanger Renovierung ist die Orangerie nun wieder fest auf dem touristischen Radar: Erwarten Sie lange Warteschlangen. Die acht "Nymphéas" (Seerosen) des Museums sind in zwei schlichten, ovalen Räumen untergebracht. Sie bilden eine einfache Kulisse für die erstaunliche, ätherische Romantik von Monets späten Werken.

Die Tableaus, die "Jardin d'eau" in seinem Haus in Giverny zeigen, haben eine intensive, traumartige Qualität - zum Teil spiegeln sie die Vertiefung des Künstlers in die private Welt seines Gartens wider.

Im Erdgeschoss befindet sich die Sammlung von Jean Walter und Paul Guillaume, die Porträts von Cézanne und Renoir sowie Werken von Modigliani, Rousseau, Matisse, Picasso und Derain umfasst.

Petit Palais

Petit Palais

Foto: Edgardo W. Olivera / Flickr

Auf der anderen Straßenseite vom Grand Palais befindet sich das Petit Palais. Obwohl diese Institution auch für die Exposition Universelle 1900 gebaut wurde, wird sie liebevoll als kleine Schwester des Grand Palais bezeichnet.

Hinter dem Belle-Époque-Außenbereich können Besucher einige der wunderbarsten Kunstwerke und Skulpturen der Stadt bewundern, darunter Werke von Poussin, Doré und Courbet. Jugendstilfans kommen im Untergeschoss auf ihre Kosten, wo Schmuck von Lalique und Galle zu finden ist.

Musée de Cluny

Musée de Cluny

Das Nationalmuseum für mittelalterliche Kunst ist vor allem für den schönen, allegorischen Wandteppichzyklus "Die Dame und das Einhorn" bekannt, aber es verfügt auch über bedeutende Sammlungen mittelalterlicher Skulpturen und Emaille.

Das Gebäude des Museums, ein gotisches Wunderwerk aus dem fünfzehnten Jahrhundert, ist Grund genug für einen Besuch. 

Musée du Quai Branly

Musée du Quai Branly

Foto: Andreas Praefcke / CC BY 3.0

Umgeben von Bäumen am Ufer der Seine ist dieses Museum ein riesiges Schaufenster für außereuropäische Kunst und Kultur.

Mit Sälen, die der Kunst aus Afrika, Ozeanien, Asien und Amerika gewidmet sind, vereint es die Sammlungen des Musée des Arts d'Afrique et d'Océanie und des Laboratoire d'Ethnologie du Musée de l'Homme sowie zeitgenössische einheimische Kunst.

Zu den Schätzen gehören eine anthropomorphe Dogon-Statue aus Mali aus dem 10. Jahrhundert, vietnamesische Kostüme, gabunische Masken, aztekische Statuen und seltene Fresken aus Äthiopien.