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Wassserpinsel
Malerei

Die Funktion des Wasserpinsels in der Aquarellmalerei

Foto: DoubleO / Shutterstock

Ein Wasserpinsel ist anders als jeder andere Pinsel. Er besteht aus dem bekannten Pinselhaar an einem Ende, wohingegen der Griff nicht aus massivem Holz oder Kunststoff hergestellt wird. Stattdessen handelt es sich um einen Behälter oder ein Reservoir, das dazu bestimmt ist, Wasser aufzunehmen. Die beiden Teile des Pinsels werden zusammengeschraubt und die aufsteckbare Kappe verhindert, dass das Wasser austritt, wenn du den Pinsel nicht benutzt.

Beim Einsatz des Wasserpinsels sickert allmählich Wasser aus dem Behälter auf die Pinselhaare. Die Pinselhaare bleiben deshalb dauerhaft feucht. Durch den gezielten Druck auf den Wasserbehälter kannst du mühelos das Verhältnis zwischen Farbe und Wasser bestimmen. Deshalb eignet sich der Wasserpinsel am besten für unterschiedliche Formen der Aquarellmalerei, die einen variable Farbintensität benötigen. 

Verschiedene Marken von Wasserpinseln sehen auf den ersten Blick ähnlich aus und arbeiten nach dem gleichen Prinzip. 

Bestimmende Faktoren über das Aussehen der Farbstriche liegen in den Details der Produkte: Größe und Form des Wasserbehälters sowie die Größe und Form der Pinselspitze sind die Eigenschaften des Pinsels, die deine Linienführung bestimmen wird.

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Kontrolle des Fließverhaltens

Die Haare eines Wasserpinsels sind normalerweise nur feucht oder benetzt, sie sind nicht tropfnass. Das Wasser sickert allmählich und kontinuierlich aus dem Wasserbehälter in die Pinselhaaree und hält sie feucht.

Um mehr Wasser in den Pinselkopf zu bringen, drückst du den Wasserspeicher zusammen. Im Grunde genommen bewegst du lediglich die Hand ein wenig nach oben und drückst das Plastik, bis genügend Wasser in die Pinselspitze dringt. Auch wenn es sich anfangs ungewohnt anfühlen wird, wirst du schnell herausfinden, wieviel Druck es bedarf. Auch das Auf- und Abrutschen mit der Hand wird dir bald beinahe automatisch von der Hand gehen.

Wie feucht die Haare in dem Wasserpinsel durchschnittlich sind, hängt von der Marke ab. Bei einigen sickert das Wasser langsamer als bei anderen. Es gilt daher anhand der Rezensionen herauszufinden, welche Modelle sich bei anderen bewährt haben.

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Viel Wasser aus einem Wasserpinsel holen

Wasserpinsel

Foto: Tymonko Galyna / shutterstock

Um viel Wasser auf die Pinselhaare zu bringen, drücke einfach lange auf den Wasserbehälter (oder mehrfach kurz).

Das Wasser tropft vom Pinsel auf das Papier. Um Wasserpfützen auf deinem Papier zu vermeiden, solltest du die Pinselspitze gleichmäßig über das Papier bewegen, während du den Behälter zusammendrückst.

Solltest du einmal zu viel Wasser freigesetzt haben, kannst du mit einem Taschentuch oder einem trockenen Pinsel die überschüssige Feuchtigkeit aufsaugen.

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Wasserpinsel mit Aquarellfarben 

Ein Wasserpinsel ist ideal für die Verwendung mit Aquarellfarben und erspart dir einen separaten Wasserbehälter. Dies macht es besonders nützlich für die Plein Air Malerei oder das Malen unterwegs.

Wenn du nur ein wenig Farbe willst, berührst du deinen Farbnapf kurz mit dem Wasserpinsel. Die Feuchtigkeit in den Haaren aktiviert die trockene Näpfchenfarbe, so dass du flüssige Malfarbe erhältst.

Um die Aquarellfarbe zu verwenden, genügt es, den Wasserpinsel wie einen normalen Pinsel in die Farbe zu tauchen, zu rühren und den Pinsel mit Farbe herauszunehmen.

Wenn du es gewohnt bist, einen Pinsel mit Zobelhaaren für die Aquarellmalerei zu verwenden, wirst du feststellen, dass die synthetischen Haare eines Wasserpinsels nicht so viel Farbe halten werden, so dass du den Pinsel öfter in die Farbe tauchen musst.

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Wasserpinsel für das Brush Lettering

Das Brush Lettering könnte mit einem Wasserpinsel nicht leichter sein. Die Prinzipien des Lettering bleiben gleich: Passe deine Pinselhaltung an, führe den Pinsel aus dem Unterarm und dem Handgelenk, sorge für einen leichten Auf- und ein kräftigeren Abstrich.

Der Unterschied zwischen dem Lettering mit dem Pinselstift und einem Wasserpinsel besteht in der Farbintensität und der Speisung der Farbe. Beim Pinselstift (auch Brush Pen) wird Tinte kontinuierlich zugeführt. Die Farbe ist kräftig, hoch pigmentiert und wesentlich trockener.

Bei einem Wasserpinsel rührst du zunächst Aquarellfarbe mit Wasser an und tauchst die Pinselspitze in die Farbe, sobald die Intensität nachlässt. Die Striche sind durch das Wasser der Farbe und das zusätzliche Wasser des Pinsels äußerst zart und eignen sich bestens für die künstlerische Ausgestaltung.

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So reinigst du den Pinsel

Die Reinigung eines Wasserpinsel ist einfach und schnell. Das Beste daran ist, dass du dafür keinen separaten Wasserbehälter brauchst.

Um einen Wasserpinsel zu reinigen, wischst du zunächst überschüssige Farbe an einem Tuch ab. Drücke dann den Wasserbehälter zusammen, damit etwas Wasser in die Pinselhaare läuft. Wische die Haare erneut ab. Wiederhole diesen Vorgang ein paar Mal, und die Pinselhaare werden keinerlei Pigment mehr halten. Jetzt kannst du sie zum Trocknen legen und sie anschließend verstauen.

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