Fotografie

Welches Objektiv für was: Objektiv-Empfehlungen für Einsteiger

Welches Objektiv für WasFoto: Evan Wise / Unsplash

Abhängig von deinem Leben, deinen Hobbys und deinen Leidenschaften können die Momente, die du mit deiner Kamera festhalten möchtest, sehr unterschiedlich sein.

Egal, ob du dich auf Fotos von großen Gruppen, unglaubliche Landschaften, Sport- und Actionaufnahmen oder schöne Nahaufnahmen konzentrierst, es gibt spezielle Objektive, mit denen du diese Augenblicke besser als mit anderen festhalten kannst.

Welches Objektiv für was am besten geeignet bist, erfährst du in diesem Guide. Dazu sehen wir uns die bekanntesten Optionen für Einsteiger an und klären, welche Wahl die richtige für deine Situation ist.

Wenn du im Besitz einer DSLR bist und eine Grundidee für die Art der Fotos hast, die du am häufigsten machst, ist die Anschaffung von Objektiven nicht so schwierig, wie es scheint. Um dir zu helfen, findest du nachfolgend eine Liste von fünf verschiedenen Objektiven samt ihren Stärken und Schwächen sowie Empfehlungen für deine Ziele.

1. Dein Kit-Objektiv

Wenn du deine Kamera im Bundle gekauft hast und sie mit einem Objektiv geliefert wurde, dann kannst du bereits eines von der folgenden Liste streichen! Solche Kit-Objektive bekommen nicht genug Anerkennung. Sie sind fantastisch für den Einstieg, da sie als Mehrfachobjektive fungieren können und die Grundlagen der Fotografie abdecken.

Die Vielseitigkeit eines solchen Objektivs ist großartig: Als Anfänger kannst du zoomen und weite Landschaften genauso gut wie nahe Porträts aufnehmen, ohne die Objektive zu wechseln. Die Preise für die Objektive variieren je nach Kameramarke.

Obwohl es ein großartiges Objektiv ist, mit dem man experimentieren kann, hat das Standard-Objektiv einen leichten Nachteil, den man bei vielen Objektiven finden wird. Da es sich bei der Blende um einen Bereich handelt, der nicht fixiert ist, ist die Schärfentiefe eingeschränkt.

Das bedeutet, dass sich die Blende bei voller Vergrößerung automatisch anpasst und dadurch weniger Licht in das Objektiv eindringen kann. Das kannst du mit einer höheren ISO oder einer niedrigeren Verschlusszeit allerdings bis zu einem gewissen Grad ausgleichen.

2. Welches Objektiv für was: Das Zoomobjektiv

Zoomobjektiv

Foto: Allef Vinicius / Un​splash

Dieses Objektiv kann schon ein wenig teurer sein, aber der Zoombereich ist bemerkenswert. Wenn du ein Elternteil bist, der Aktionsfotos von den Tribünen des Baseballspiels deines Kindes machen möchte, oder wenn du Nahaufnahmen von den Tieren im Zoo machst, ist dies das Objektiv, nach dem du suchst.

Da dieses Objektiv auch einen Blendenbereich hat, der nicht fixiert ist, geht dir die Fähigkeit verloren, mehr Licht in das Objektiv zu lassen, wenn du näher heranzoomst. Wenn du nach einem größeren Zoombereich suchst und keine Tiefenwirkung oder Licht verlieren willst, gibt es großartige Telezoom-Objektive mit fester Blendenzahl. Einige Beispiele dafür sind das 18-200 mm f/2,8 mm Objektiv. 

Das Upgrade auf ein gescheites Teleobjektiv kostet dich allerdings eine gute Summe. Je nach Qualität können diese Objektive zwischen 300 und über 1.000 Euro liegen.

3. Weitwinkelobjektiv

Welches Objektiv für was: Weitwinkelobjektiv

Foto: Rob Bates / Unsplash

Wenn du häufig im Freien fotografierst und einen größtmöglichen Bildausschnitt erreichen willst, wird die Brennweite eines Kit-Objektivs einfach nicht ausreichen.

Diese Objektive eignen sich hervorragend für die Landschafts- und Architekturfotografie und sind besonders gut für die Aufnahme von Großgruppenporträts geeignet. 

4. Ein Favorit vieler Fotografen: Die "Nifty Fifty"

Nifty Fifty Welches Objektiv für Was

FOTO: UNSPLASH / TALEN DE ST. CROIX

Dieses Objektiv bietet häufig ein herausragendes Preis/Leistungs-Verhältnis und vielfältige Einsatzmöglichkeiten.  Obwohl die 50 mm aufgrund der festen Brennweite nicht vergrößert oder verkleinert werden können, bieten sie eine schöne Tiefe, um diesen unscharfen, traumartigen Hintergrund zu erhalten.

Die Bilder, die du aufnimmst, sind schärfer und klarer als die, die mit deinem Kit-Objektiv gemacht wurden.  Dieses Objektiv funktioniert überraschend gut bei schlechten Lichtverhältnissen und seine kompakte Größe macht es einfach es mitzunehmen. Besonders für Porträts ist dieses Objektiv definitiv mein absolutes Muss! 

5. Fischaugenobjektiv

Fischaugenobjektiv

Foto: Unsplash / Edgar Chaparro

Betrachtet man die verfügbaren Brennweiten als ein Kontinuum von kurz bis lang, so befinden sich Fischaugenlinsen am kurzen Ende. Sie haben Brennweiten von ca. 10 mm oder weniger und können einen Brennweitenbereich haben.

Die kurze Brennweite ist jedoch nicht die einzige Besonderheit bei Fischaugenobjektiven. Die Konstruktion der Linse unterscheidet sich von normalen Weitwinkelobjektiven, so dass sie ein Sichtfeld von nahezu 180 Grad ermöglicht und stark verzerrte Bilder erzeugt.

Sie werden häufig in einigen spezifischen Anwendungen und können einen interessanten Blickwinkel für bestimmte Arten der Fotografie wie Landschaftsaufnahmen bieten. Wenn du nicht wirklich davon fasziniert bist, wie die Dinge mit der starken Verzerrung dieser Objektive aussehen, empfiehlt es sich allerdings nicht, dieses Objektiv als erste Wahl nach deinem Kit-Objektiv zu kaufen.

Welches Objektiv für was und was nicht

Du bist vielleicht erstaunt über die verschiedenen Arten von Bildern, die eine Kamera mit einem Satz verschiedener Objektive aufnehmen kann.  Trotzdem solltest du wissen, dass die Objektive zwar die Kamera ausmachen können, die Kamera aber nicht den Fotografen ausmacht.  

Bei der Fotografie dreht sich alles um dein Auge, deinen Stil und wie du deine eigene Bildsprache findest. Damit dir das gelingt, findest du einige Online-Fotokurse, die dir genau dabei helfen.