Zeichnung

Der Bleistift Härtegrad erklärt und woran du einen hochwertigen Bleistift erkennst

Bleistift HärtegradFoto: Farouq Taj / Flickr

Die heutigen Bleistiftminen bestehen überhaupt nicht aus Blei, sondern aus Graphit - eine Form von Kohlenstoff. Graphit ist ungiftig und besitzt eine sehr hohe Lichtechtheit, selbst nach langer Bestrahlung mit UV-Licht.

Bleistift Härtegrad in der HB-Skala

Bleistifte werden mit verschiedenen Härten hergestellt. Der Grund dafür liegt darin, dass Bleistifte mit unterschiedlicher Härte beim Zeichnen eine andere Dunkelheit erzeugen. Er gibt dem Anwender mehr Kontrolle über den Farbton, der für die Zeichnung benötigt wird.

Bleistift Härtegrade

Der Bleistift Härtegrad wird in der sogenannten HB-Skala eingestuft. Diese Skala umfasst 9H (hart), 8H 7H, 6H, 5H, 5H, 3H, 2H, H, HB (mittlerer Härtegrad), B, 2B, 3B, 4B, 5B, 5B, 6B, 7B, 8B und 9B (weich).

Harte Minen (9H bis H)

Bleistiftminen können durch die Zugabe von spezifischen Wachsen oder Harzen härter gemacht werden. Harte Minen sind wischfest und ergeben markante, saubere Linien, was sie für Dinge wie Umrisse, technische Zeichnungen, leichte Skizzen und sogar Aquarelle beliebt macht. 

Nachteilig ist, dass spitze harte Minen sehr scharf sind und die Oberfläche prägen können, wenn man sie zu feste aufdrückt. Ein hoher Bleistift Härtegrad wie 4H oder 6H lässt sich nur schwierig ausradieren, sobald einmal ein wenig Druck auf den Bleistift ausgeübt wurde.

Weiche Minen (B bis 9B)

Bleistiftminen können durch die Zugabe von Ton oder durch den Verzicht auf Wachs weicher gemacht werden. Weiche Minen sind glatt beim Schreiben und Zeichnen, da ihr Abrieb wesentlich höher ist. Sie verwischen leicht, lassen sich aber leicht ausradieren.

Weicher Graphit eignet sich perfekt zum Zeichnen, da Künstler die flächigeren Striche ausnutzen können. Einige Künstler und Illustratoren verwenden gerne sehr weiche Minen, weil sie sich wie Butter verteilen lassen und auf Anhieb sichtbare Markierungen hinterlassen. 

Der Nachteil besteht darin, dass weiche Bleistiftminen schneller stumpf werden und häufiger gespitzt werden müssen. Daher ist die Abnutzung höher, weshalb man schneller weiche Stifte nachkaufen muss als harte

Ein Alternativmodell: Die numerische Skala

Die numerische Skala wird bei Bleistiften verwendet, die in den USA verkauft werden. Siehst du dich auf Amazon.com beispielsweise nach Zeichenmaterial um, wirst du eine Nummerierung sehen. Je höher die Zahl, desto härter ist die Mine.

Der Bleistift Härtegrad ist nicht einheitlich

Leider gibt es keine einheitlichen Normen für die Dunkelheit der Striche, die ein bestimmter Bleistift Härtegrad hinterlässt. Häufig gibt es von Hersteller zu Hersteller feine Unterschiede, die auf die Zusammensetzung des Materials und der Dicke der Mine zurückzuführen sind.

In Japan werden beispielsweise sehr gerne dunkle Striche mit weichen Bleistiften gezogen, weshalb die japanischen Produkte auf die Vorlieben ihrer Kunden abgestimmt sind. Eine Mine eines japanischen Herstellers ist daher meist ein wenig dunkler als die eines europäischen Herstellers, obwohl die selben Werte (z.B. HB) auf beiden Stiften stehen.

Merkmale hochwertiger und minderwertiger Bleistifte 

Es lassen sich allerdings allgemein gültige Qualitätsmerkmale bei verschiedenen Herstellern bestimmen.

  • Hochwertiger Bleistift: Hergestellt aus fein gemahlenem, reinem Graphit, das sich sehr weich auf dem Papier anfühlt. Hochwertige Bleistifte lassen sich einfacher radieren als minderwertige Stifte.
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    Minderwertiger Bleistift: Wenn Graphit nicht fein genug gemahlen ist oder Verunreinigungen enthält, kann es sich grob und kratzig auf dem Papier anfühlen und sogar die Oberfläche des Papiers verkratzen oder beschädigen, sodass das Radieren fast unmöglich wird. Bleistifte minderer Qualität enthalten ebenfalls einen höheren Anteil an Füllstoffen und die Unterschiede der einzelnen Bleistift Härtegrade sind nicht so markant ausgeprägt.

Hochwertiger Bleistift: Hergestellt aus fein gemahlenem, reinem Graphit, das sich sehr weich auf dem Papier anfühlt. Hochwertige Bleistifte lassen sich einfacher radieren als minderwertige Stifte.

Minderwertiger Bleistift: Wenn Graphit nicht fein genug gemahlen ist oder Verunreinigungen enthält, kann es sich grob und kratzig auf dem Papier anfühlen und sogar die Oberfläche des Papiers verkratzen oder beschädigen, sodass das Radieren fast unmöglich wird.

Bleistifte minderer Qualität enthalten ebenfalls einen höheren Anteil an Füllstoffen und die Unterschiede der einzelnen Bleistift Härtegrade sind nicht so markant ausgeprägt.


Härteprüfung mit dem Bleistift 

Häufig werden Tests zur Kratzfestigkeit einer bestimmten Oberfläche benötigt. Gerade bei Lacken in der Automobilbranche oder der Möbelindustrie sind diese Tests an der Tagesordnung.

Ein beliebter Test ist die Härteprüfung mit dem Bleistift nach Wolff-Wilborn. Dabei werden Bleistifte unterschiedlicher Härte in einem bestimmten Winkel und mit einem bestimmten Druck über die Oberfläche bewegt.

Anschließend wird beobachtet, bei welcher Härte ein permanenter Kratzer in der Oberfläche entsteht. Entsteht beispielsweise bei einem Bleistift der Härte 6H ein Kratzer, so lässt sich die Härte der Oberfläche als 5H bestimmen.

Wenn eine Oberfläche so hart ist, dass selbst ein 9H-Bleistift nicht in der Lage ist, die Oberfläche zu zerkratzen, erhält das Material meist trotzdem den Wert von 9H, da dies der höchstmögliche Wert auf der Bleistiftskala ist.

Probleme mit der Härtebestimmung mit der Bleistiftskala

Wie bereits angesprochen, können sehr kratzfeste Lackierung nicht besonders gut mit dem Bleistift Härtegrad getestet werden. Auf der Mohs-Skala liegen die härtesten Bleistifte ungefähr beim Wert 3, wohingegen die weichesten Modelle ungefähr 1,5 betragen.

Kratzfeste Lackierungen, die unter den Bedingungen des Härtetests Stiftminen mit einer Mohs-Härte von 3,5 oder gar 4 standhalten würden, werden allesamt mit einer Härte von 9H (manchmal auch 10H) beschrieben.

Auch variiert die tatsächliche Härte des Bleistifts mit dem Hersteller und der dicke des Bleistifts ein wenig. Eine exakte Normierung der Härte ist aufgrund der relativ feinen Unterschiede schwierig vorzunehmen.