Kunst

Was man unter einer Farbharmonie versteht und welche Farbschemata harmonisch sind

Farbharmonie Kunst

Der Begriff der Farbharmonie ist einfach zu erklären: Es ist der Versuch, ausgewogene Farbkombinationen zu schaffen, die angenehm zu betrachten sind. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass man Farben verwendet, die zueinander passen. Welche Farben gute miteinander harmonieren, lässt sich mithilfe eines Farbkreises bestimmen. 

Sehen wir uns die verschiedenen Harmonien an, wie diese Kombinationen ausgewählt werden können.

Monochromatische Farbharmonie

Was man unter einer Farbharmonie versteht und welche Farbschemata harmonisch sind

In einer monochromatischen Farbauswahl sind die von dir verwendeten Farben alles Schattierungen und Abstufungen ein und desselben Farbtons.

Entstammen alle Farben in einem Bild einer einzigen Farbfamilie, wirkt das Motiv zusammenhängend. Die Wirkung auf den Betrachter ist grundsätzlich beruhigend, da sich die Farbtöne in dem Werk nicht gegeneinander aufspielen.

Natürlich führt eine einfarbige Farbharmonie nicht automatisch zu einem ruhigen Bild. Eine Aufnahme oder ein Gemälde mit vielen Abstufungen einer grellen Farbe kann sehr hektisch wirken.

Komplementäre Farbharmonie

Komplementäre Farbharmonie

Beispiel Komplementärharmonie: Grün und Rot

Eine komplementäre Farbharmonie ist wahrscheinlich der beliebteste Typ in der Werbung. Komplementärfarben werden verwendet, um Kontraste zu betonen und eine Dramatik zu erzeugen. Unter den Komplementärfarben versteht man ein Farbenpaar, das sich auf dem Farbkreis gegenüberliegt.

Der Schlüssel zur Verwendung komplementärer Harmonien liegt darin, sicherzustellen, dass die Farben auffallen, aber den Betrachter nicht überwältigen.

Teilkomplementäre Farbharmonie

Was man unter einer Farbharmonie versteht und welche Farbschemata harmonisch sind

Beispiel Teilkomplementäre Harmonie: Rot, Blaugrün, Gelbgrün

Eine teilkomplementäre Harmonie ist ähnlich der komplementären Harmonie. Doch anstatt sich auf zwei Farben eines Komplementärpaars zu konzentrieren, umfasst diese Variante drei Farben. Eine Ausgangsfarbe und zwei Farben, die auf dem Farbkreis direkt neben der Komplementärfarbe der Ausgangsfarbe liegen.

Ein Beispiel wäre eine Kombination aus Rot, Blaugrün und Gelbgrün.

Diese Art der Farbharmonie ist oft eine bevorzugte Alternative zur Komplementärfarbharmonie, da hier zwar nach wie vor ein großer Kontrast entsteht das Ergebnis allerdings nicht so spannungsgeladen ist.

Analoge Farbharmonie

Analoge Farbharmonie

Gemeint ist die Verwendung von Farben, die auf dem Farbkreis nebeneinander liegen. Diese Harmonie neigt dazu, eine ruhige und heitere Atmosphäre zu schaffen. Man findet diese Form häufig in der Natur, wo benachbarte Farben des grünen Spektrums auftreten.

Wenn du diese Farbharmonie wählst, ist es wichtig sicherzustellen, dass genügend Kontrast vorhanden ist, um eine gewisse Abgrenzung zwischen den Farben zu schaffen. Die Auswahl einer dominanten und zweier untergeordneter Farben hilft dabei.

Triadisches Farbschema

Triadisches Farbschema

Ein triadisches Farbschema besteht aus drei Farben, die jeweils im gleichen Abstand auf dem Farbkreis verteilt sind. Violett, Orange und Grün bilden eine Triade, ebenso wie Rot, Blau und Gelb.

Da die Farben in einem solchen Dreiklang in Bezug auf Farbton und Helligkeit so unterschiedlich sind, sind ihre Zusammenstellungen in der Regel sehr lebhaft. Daher muss sorgfältig überlegt werden, wie die drei Farben ausbalanciert werden.

Eine bewährte Methode hierfür ist, eine der Farben hervorzuheben und die beiden anderen als Akzente zu verwenden.

Tetradisches Farbschema

Was man unter einer Farbharmonie versteht und welche Farbschemata harmonisch sind

Ein tetradisches Farbschema verwendet eine Auswahl von vier Farben, die aus zwei komplementären Paaren besteht. Dies ist ein beliebtes Farbschema, weil es so viele Variationsmöglichkeiten bietet.

Tetradische Farbharmonien funktionieren am besten, wenn zwei warme und zwei kalte Farben verwendet werden. Außerdem ist es am besten, eine der vier Farben als dominant zu wählen, um den Betrachter nicht mit zu vielen kontrastierenden Farben zu überfordern. Hier ist ein wenig kompositorisches Geschick gefragt.

Quadratisches Farbschema

Quadratisches Farbschema

Wie das tetradische verwendet auch das quadratische Farbschema vier Farben. Der Unterschied besteht darin, dass jede der vier Farben im gleichen Abstand im Farbkreis angeordnet ist. Das Ergebnis ist jedoch ähnlich, da auch bei der quadratischen Farbharmonie zwei Farbpaare verwendet werden.

Fazit zur Farbharmonie in der Kunst

Wie bei den anderen Aspekten der Farbtheorie kann man sich auf Farbharmonien verlassen, um bessere Fotos zu schießen oder Gemälde zu malen. 

Abhängig von deiner Zielsetzung solltest du allerdings darauf achten, die Effekte einer bestimmten Harmonie durch eine Gewichtung der Anteile einzelner Farben abzuschwächen oder in eine bestimmte Richtung zu lenken.