Gemälde

Christus im Sturm auf dem See Genezareth – Rembrandts gestohlenes Meisterwerk

Beschreibung, Analyse und Info zum verschollenen Rembrandt

Christus im Sturm auf dem See Genezareth

Christus im Sturm auf dem See Genezareth ist ein intensiv dramatisches Bild, voller Bedeutung und besonderer Schönheit. In diesem Artikel geht es um dieses Meisterstück, dessen Verbleib wahrscheinlich für immer ungeklärt bleiben wird.

Rembrandt im Schnelldurchlauf

Aber bevor wir uns dem Gemälde selbst widmen, hier ein kleiner Hinweis zum Maler: Rembrandt Harmens van Rijn wurde am 15. Juli 1606 als Einzelkind in Leyden in den Niederlanden geboren.

Er schrieb sich in Malschulen ein, aber sein Wissen wurde im Atelier des Malers Jacob Isaaksz gefestigt, der ihm beibrachte, wie man zeichnet und wie man Farben selbst zubereitet.

Noch jung eröffnete Rembrandt im Jahr 1927 sein eigenes Atelier und aufgrund der hohen Qualität seiner Arbeit kamen Aufträge regelmäßig nach. Nach dem Tod seines Vaters und dem anschließenden Umzug nach Amsterdam wurde sein Kunstschaffen noch besser: In etwa einem Jahr wurde er zum teuersten und gefragtesten Maler der Region.

Christus im Sturm auf dem See Genezareth

Das Gemälde ist nur eine der vielen biblischen Szenen, die Rembrandt geschaffen hat. Das Gemälde zeigt den in der Bibel erzählten Abschnitt, in dem die Jünger vor einem Sturm Angst haben, den Jesus Christus schließlich beruhigt und ihnen anschließend die Bedeutung des Glaubens lehrt.

Aber schau dir das Bild genauer an: Wärst du bei solch hohem Wellengang nicht auch verzweifelt?

Rembrandt porträtiert genau den Moment der Angst und des Schreckens der Jünger vor der Kraft der Natur, die im direkten Gegensatz zur Ruhe Christi steht. Rembrandt, einer der Meister des Spiels zwischen Hell und Dunkel, lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die linke Seite des Gemäldes, von wo aus die großen Wellen kommen und die Jünger herkommen, um das kleine Boot zu retten. In diesem Kampf scheint die Natur zu gewinnen.

Während fünf der Männer am Segel des Bootes festhalten, laufen die anderen zu Jesus, der sich von den anderen durch einen subtilen Heiligenschein abhebt. Wenn wir die Geschichte nicht kennen würden, scheint es so, als würde jeder der Anwesenden Figuren ertrinken.

Der spektakuläre Diebstahl des Gemäldes

Kunstraub Boston

Das 1633 entstandene Werk stellt nicht nur eine Situation der Qual dar, sondern ist die Qual selbst. Leider wurde das turbulente und schockierende Bild 1990 aus dem Isabella Stewart Gardner Museum im spektakulären Kunstraub von Boston gestohlen. Das Gemälde gehörte bereits mehreren Sammlern, als es 1898 von Isabela erworben und schließlich in ihrem Museum ausgestellt wurde.

Zwei Diebe tarnten sich als Polizisten und kamen im Museum an und sagten, sie würden einem Notruf folgen. Nachdem sie die beiden Wachen überlistet hatten, stahlen sie Kunst im Wert von rund 500 Millionen Dollar.

Obwohl das Museum hohe Summen für zielführende Informationen im Rahmen der Ermittlungen aufgerufen hat, gibt es auch fast 30 Jahre später keine heiße Spur.

An der Stelle, an der das Gemälde hing, bleibt sein Rahmen leer und wartet darauf, dass es nach Hause zurückkehrt. Ob “Christus im Sturm auf dem See Genezareth” jemals zurückkehren wird, bleibt leider ungewiss.