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Schmuck im antiken Griechenland Hero
Kunst

Einsatzzwecke und Beispiele von Schmuck im antiken Griechenland

Foto: The Metropolitan Museum of Art, NYC

Schmuck im antiken Griechenland hat eine lange Tradition. Mehrere Tausend Jahre Erfahrung gipfelten schließlich in der hellenistischen Periode, in der einige der beeindruckendsten Schmuckstücke aller Zeiten entstanden sind.

In diesem Artikel erfährst du alles über die Bedeutung des Schmucks im Griechenland der Antike.

Geschichte der griechischen Schmuckherstellung

Schon vor der Einführung der Metallverarbeitung in Griechenland produzierte diese Region eine Menge an Dekorationsgütern aus Stein, Ton und Knochenresten. Nachdem die Bronzezeit angebrochen war, begannen die Griechen, immer komplexere Designs zu entwickeln, die schließlich Schmuck produzierten, der den Reichtum und die Macht des Adels und der Feldherren wiederspiegeln sollte. Schmuck im antiken Griechenland galt als Symbol der Macht, des sozialen Status und der Abwehr gegen das Böse und wurde am häufigsten von Frauen der wohlhabenden Bevölkerungsschicht getragen.

Obwohl sie vor etwa 3.000 Jahren Techniken zur Herstellung von Goldgegenständen aus den nahe gelegenen Königreichen Ägypten und Mesopotamien übernahmen, konnten sie ihren einzigartigen Stil bewahren, der in den folgenden Jahrhunderten unverändert geblieben war.

Die Entstehung der mykenischen Zivilisation brachte den ersten großen Aufschwung der Schmuckverwendung. Gold wurde zum wichtigsten dekorativen Material, aber auch Silber, Blei und Bronze wurden verwendet.

Foto: Dimitris Kamaras / Flickr / CC BY 2.0

Sorgfältig gefertigte Ringe, Halsketten und Anhänger gehörten zu den bekanntesten Schmucksorten dieser Zeit. Leider folgten dem Untergang der mykenischen Zivilisation einige Jahrhunderte, in denen Kultur, Technologie und die gesamte griechische Gesellschaft fast zum Erliegen kamen.

Diese Periode endete schließlich mit dem Beginn des Goldenen Zeitalters Griechenlands, als ihre Kultur aufblühte und die Weiterentwicklung der Schmuckherstellung auf die nächste Ebene ermöglichte. Die Verwendung von Gießformen und dünnen Goldblättern ermöglichte es den Griechen, einige der schönsten antiken Schmuckstücke herzustellen, die bis heute erhalten sind und als Meisterwerke höchster Qualität gelten. Die beliebtesten Edelsteine in der griechischen Schmuckherstellung waren Amethysten, Perlen, Chalcedon, Korneol, Granat und Smaragde.

Materialien in der hellenistischen Periode

Ein Großteil des Schmucks im antiken Griechenland, insbesondere der Schmuck in der hellenistische Periode von 323 v. Chr. - 31 v. Chr., bestand aus Gold. Während Gold bereits vor dieser Zeit eingesetzt wurde, war die Einfuhr von Gold im größeren Stil ein Resultat der Eroberung des Persischen Reiches durch Alexander den Großen.

Armreif Griechenland

In der hellenistischen Periode wurden viele verschiedene Arten von Schmuck hergestellt: Haarschmuck, Armbänder, Ohrringe, Ringe und Anhänger. Neben Gold schmückten oft Edelsteine, Halbedelsteine und Perlen die Schmuckstücke.

Motive im antiken Griechenland

Viele der Motive bezogen sich auf griechische Götter und Tiere. Zu den aufwändigen Entwürfen gehört beispielsweise das nachfolgend gezeigte Set, in dem auch Dionysus und seine Frau Ariadne zu erkennen sind.

Schmuck im antiken Griechenland

Tierische Motive waren genauso verbreitet wie die der Götter. Unten abgebildet, schmücken zwei goldene Widder diese Armbänder - die Köpfe der Widder erstrecken sich aus kunstvoll gestalteten Halsbändern, während der Hauptteil aus poliertem Bergkristall besteht, der so geformt wurde, dass er in sich verzwirbelt wirkt. Der Schmuck im antiken Griechenland setzte auch häufig Stierköpfe in ihren Designs ein.

Armreif antikes Griechenland

Schmuck im antiken Griechenland: Einsatzzwecke

Schmuck wurde sowohl im Laufe des Lebens als auch nach dem Tod verwendet. Aus diesem Grund wurde der Schmuck im antiken Griechenland für beide Anwendungen geschaffen. Entweder wurde er zu Lebzeiten getragen oder so gefertigt, dass er als Grabbeigabe verwendet werden konnte. Viele der am besten erhaltenen Schmuckstücke dieser Zeit wurden in Gräbern geborgen, in denen die Toten mit ihren eigenen Schmuckstücken begraben wurden.

Da die antiken Griechen der Meinung waren, dass der Schmetterling ihre Psyche oder Seele darstellt, wurde er oft bei Beerdigungen verwendet, um das Ausscheiden der eigenen Seele aus ihrem physischen Körper darzustellen.

Trotzdem wurden die Figuren oft mit Blick auf einen bestimmten Zweck geschaffen; der Tod ist nur einer von vielen. Auch für die Ehe wurden spezielle Motive gefertigt, die den Zusammenhalt beider Eheleute veranschaulichen sollten.

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