Malerei

Diego Rivera – Lebenslauf, bekannte Werke und kontroverse Bilder

Diego Rivera

Diego Rivera war einer der bekanntesten Maler Mexikos. Er widersetzte sich der traditionellen Malweise seiner Zeit und entwickelte einen Stil, der historische, soziale und politische Ideen verband.

Sein umfangreiches Werk spiegelt den kulturellen Wandel wider, der sich im unruhigen 20. Jahrhundert in Mexiko und auf der ganzen Welt vollzog.

Wichtige Ideen zu Diego Rivera

  • Diego Rivera wurde am 8. Dezember 1886 in Guanajuato in Mexiko geboren und wollte Kunst schaffen, die das Leben des mexikanischen Volkes widerspiegelt.
  • Im Jahr 1921 begann er durch ein Regierungsprogramm mit einer Reihe von Wandmalereien in öffentlichen Gebäuden. 
  • Einige seiner Kunstwerke waren umstritten. Der Mensch am Scheideweg in New York City's RCA Building, das ein Porträt von Wladimir Lenin enthielt, wurde von der Familie Rockefeller gestoppt und vernichtet.

Biografie von Diego Rivera

Frühes Leben und Ausbildung

Diego Rivera, der heute als einer der führenden Künstler des 20. Jahrhunderts bekannt ist, wurde am 8. Dezember 1886 in Guanajuato geboren. Seine Leidenschaft für die Kunst entwickelte sich schon früh. Seit seiner Kindheit zeichnet er.

Im Alter von etwa 20 Jahren besuchte Rivera die Academia de San Carlos in Mexiko-Stadt. Dort studierte er Kunst. Einer seiner frühen Einflüsse war der Künstler José Posada, der eine Druckerei in der Nähe der Schule von Rivera leitete.

1907 reiste Rivera nach Madrid, um sein Kunststudium fortzusetzen. Dort freundete er sich mit vielen führenden Künstlern der damaligen Zeit an, darunter Pablo Picasso. Rivera konnte unter anderem auch einflussreiche Werke von Paul Gaugin und Henri Matisse sehen.

Leben als berühmter Wandmaler

The Diego Rivera Court

Diego Rivera hatte einige Erfolge als kubistischer Maler in Europa, aber der Gang des Weltgeschehens veränderte den Stil und das Thema seines Werkes stark.

Inspiriert von den politischen Werten der Mexikanischen Revolution (1914-15) und der Russischen Revolution (1917), wollte Rivera Kunst schaffen, die das Leben der Arbeiterklasse und der indigenen Völker Mexikos wiedergibt. Während einer Italienreise entwickelte er ein Interesse an Wandmalereien und ließ sich von den Renaissance-Fresken inspirieren.

Nach seiner Rückkehr nach Mexiko begann Rivera, seine künstlerischen Vorstellungen von Mexiko auszudrücken. Er erhielt Mittel von der Regierung, um eine Reihe von Wandgemälden über die Bevölkerung des Landes an den Wänden öffentlicher Gebäude zu schaffen. 1922 vollendete Rivera das erste der Wandbilder in der Escuela Nacional Preparatoria in Mexiko-Stadt.

Rivera ist bekannt für seine vielfältigen Beziehungen zu Frauen und heiratete 1929 die Künstlerfreundin Frida Kahlo. Er war es schon zweimal zuvor verheiratet gewesen, bevor er die 20 Jahre jüngerer Frida Kahlo heiratete. Rivera und Kahlo hatten ein gemeinsames Interesse an radikaler Politik und dem Marxismus.

Wirtschaftlicher Erfolg und Gegenwehr

In den 1930er und 40er Jahren malte Diego Rivera mehrere Wandgemälde in den Vereinigten Staaten. Einige seiner Arbeiten sorgten für Auseinandersetzung. Vor allem jenes, das er für die Familie Rockefeller im RCA Building in New York City schuf, war problematisch.

Das Wandbild, bekannt als Der Mensch am Scheideweg, zeigt ein Porträt des russischen kommunistischen Führers Wladimir Lenin. 

Man at the Crossroads

Reproduktion von Der Mensch am Scheideweg (Der Mensch kontrolliert das Universum) | Foto: Gumr51 / Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Berichten zufolge hatte der Künstler Lenin in sein Werk aufgenommen, um die damals turbulente politische Atmosphäre darzustellen, die weitgehend durch widersprüchliche kapitalistische und sozialistische Ideologien und eskalierende Ängste um die Kommunistische Partei definiert war.

Die Rockefellers mochten Riveras Einschub von Lenin nicht und baten Rivera daher, das Porträt zu entfernen, aber der Maler weigerte sich. Die Rockefellers ließen Rivera dann die Arbeit an dem Wandbild abbrechen.

Diego Rivera Crossroads

Porträt von Lenin in dem Wandbild | Foto: Jaontiveros / Wikipedia / CC BY-SA 4.0

1934 befahl Nelson Rockefeller die Zerstörung von Der Mensch am Scheideweg. Es folgte die Veröffentlichung einer Gegenreaktion gegen die Rockefellers; nach langer Verkündung einer tiefen Hingabe an die Künste sah die mächtige Familie nun sowohl heuchlerisch als auch willkürlich aus.

John D. Rockefeller Jr. versuchte später, die Zerstörung des Wandbildes zu erklären und erklärte:

Das Bild war obszön und nach dem Ermessen des Rockefeller Centers ein Verstoß gegen den guten Geschmack. Aus diesem Grund beschloss das Rockefeller Center, es zu zerstören.

Späteres Leben und Arbeiten

In den späten 1930er Jahren durchlief Rivera eine schleichende Arbeitsphase. Zu dieser Zeit erhielt er keine größeren Aufträge für Wandgemälde, so dass er sich der Malerei anderer Werke widmete.

Auch wenn sie immer eine turbulente Beziehung führten, beschlossen Rivera und Kahlo 1939 sich scheiden zu lassen. Aber das Paar traf sich im folgenden Jahr erneut und heiratete erneut. Das Paar empfing in dieser Zeit den kommunistischen Exilanten Leo Trotzki in ihrem Haus.

Rivera kehrte zu Wandgemälden zurück, von denen eines für die Internationale Ausstellung Golden Gate im Jahr 1940 in San Franciso angefertigt wurde. In Mexiko-Stadt arbeitete er von 1945 bis 1951 an einer Reihe von Wandmalereien. Sein letztes Wandbild war das Epos des mexikanischen Volkes.

Diego Rivera - The history of Mexico (DSC_8811p)

Persönliches Leben und Tod

Diego Rivera verlor 1954 seine Frau Frida Kahlo. Im folgenden Jahr heiratete er seine Kunsthändlerin Emma Hurtado. Zu diesem Zeitpunkt verschlechterte sich Riveras gesundheitlicher Zustand. Er war zur Krebsbehandlung ins Ausland gereist, aber Ärzte waren außer Stande, ihn zu kurieren. Diego Rivera starb am 24. November 1957 in Mexico-Stadt an Herzversagen.

Seit seinem Tod gilt Diego Rivera als eine wichtige Figur der Kunst des 20. Jahrhunderts. Sein Elternhaus ist heute ein Museum in Mexiko. Sein Leben und seine Beziehung zu Frida Kahlo ist weiterhin ein Thema von großer Faszination und Spekulation. 

Auf der Großleinwand porträtierte der Schauspieler Ruben Blades den Künstler im Film Cradle Will Rock. Alfred Molina erweckte Rivera später zum Leben und spielte zusammen mit Salma Hayek im 2002 erschienenen, renommierten biografischen Film Frida.

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