Geburtsstein im April
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Der Geburtsstein im April: Merkmale und Symbolik des Diamanten

Der Geburtsstein im April ist der Diamant.

Diamanten sind die wertvollen Vettern des Graphit. Beide sind kristalline Formen von reinem Kohlenstoff. Die enormen Unterschiede in ihren Eigenschaften ergeben sich aus der Art und Weise, wie die Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind.

  • In Graphit sind die Kohlenstoffatome plattenförmig angeordnet, die leicht aneinander vorbei gleiten, was Graphit ideal als Schmiermittel und als Bleistiftmine macht.
  • Diamantkristalle hingegen sind ein dichtes Geflecht von Kohlenstoffatomen, die sehr sicher in alle Richtungen fixiert sind, weshalb Diamant die härteste natürlich vorkommende Substanz der Welt ist.

Um ein so kompaktes und starkes Geflecht von Kohlenstoffatomen zu erreichen, müssen natürliche Diamanten tief unter der Erdoberfläche kristallisiert sein.

In diesen Tiefen herrschen die richtigen Bedingungen für die Bildung von Diamanten mit extrem hohem Druck und extrem hohen Temperaturen. Solche in Labors reproduzierten Bedingungen haben erfolgreich synthetische Diamanten hervorgebracht.

Der Geburtsstein im April und seine Farben

Der Geburtsstein im April kommt in vielen Varianten: Transparent, durchscheinend oder opak. Sie reichen von farblos bis rußschwarz, mit einer Vielzahl von Farben dazwischen. Meistens werden transparente Diamanten, farblos oder mit leichter Färbung, als Schmuck verwendet.

Die Farbe eines Diamanten hängt von der Art der darin enthaltenen Fremdstoffe ab. Gelbe Diamanten zum Beispiel geben kleinste Mengen an Stickstoff preis, während Bor ihnen einen bläulichen Farbton verleiht.

Herkunft von Diamanten

Südafrikanischer Geburtsstein im April

Südafrikanischer Diamant | Foto: Rob Lavinsky / Wikipedia

Diamanten sind in Schwemmlandablagerungen zu finden. Schotter, der von Bächen, Flüssen, Gletschern und Meeresströmungen überspült wurde. Sie kommen auch im Sedimentgestein vor, wo Kiesvorkommen und organisches Material zu Gestein verdichtet wurden.

Diamanten finden sich auch in einigen Kimberlitproben - eine Art vulkanisches Gestein, das erstmals in Kimberley, Südafrika, entdeckt wurde. Diamanten, die in Kimberlit entdeckt wurden, gelten als sehr alt, vielleicht sogar bis zu drei Milliarden Jahre alt. Winzige Diamantenspuren wurden sogar in Meteoriten gefunden.

Diamanten sind Kristalle. Kristalle sind die ultimative Form der Symmetrie in der Natur. Ihre Form spiegelt auch die innere Ordnung der Atome wider. In Diamanten werden Kohlenstoffatome durch die Kovalenzbindung gebunden, wobei sich zwei benachbarte Atome ein Elektron teilen, was dem Diamantkristall eine enorm hohe Festigkeit verleiht.

Trotz dieser Härte können Diamanten mit Sägen geschnitten und mit Schleifscheiben poliert werden, die mit kleinen industriellen Diamantfragmenten überzogen sind. 

Erst der Schliff haucht dem Diamanten Leben ein

In seiner natürlichen Form kann der Geburtsstein im April recht unscheinbar wirken. Erst durch die Bearbeitung von erfahrenen Juwelieren werden sie zum Leben erweckt. Bei der Feinarbeit wird der Stein in eine Form geschliffen und poliert, die das Licht zwischen seinen Facetten reflektiert und bricht, um die verborgene Schönheit des Steins zu enthüllen.

Das kühle, funkelnde Feuer der Diamanten fasziniert uns seit Jahrhunderten und inspiriert leidenschaftliche Mythen der Romantik, Macht, Gier und Magie.

Früher dachten die Hindus, die Diamanten fanden, die nach Gewittern aus dem Boden geschwemmt wurden, dass sie durch Blitzeinschläge entstanden sind.

In der westlichen Welt ist der Monatsstein April ein Symbol für dauerhafte Liebe und ziert oft Verlobungsringe.

Ein ganz besonderer Diamant - Der Koh-i-Noor

Koh I Noor Diamant

Der Koh-i-Noor im neuen Schliff | Foto: Chris 73 / Wikipedia

Einige Diamanten scheinen ein Eigenleben geführt zu haben. Ein legendärer Stein ist der ​Koh-i-Noor ("Berg des Lichts"). Es wird angenommen, dass es 5.000 Jahre alt ist. 

Ursprünglich im Besitz des Rajah von Malwa in Indien, ist der Koh-i-noor seitdem Gegenstand von Siegen und Niederlagen in Indien, Persien und Afghanistan. Von 1526 bis 1739 befand sich der Diamant im Besitz der Mogul-Dynastie. Zu seinen Besitzern gehörte wohl auch Shah Jehan, der den Taj Mahal zum Gedenken an seine Königin Mumtaz baute. 

Der persische Eroberer Nadir Shah besaß den Stein kurzzeitig bis zu seiner Ermordung 1747.

Das Juwel fiel dann in die Hände afghanischer Herrscher, die es schließlich dem Rajah von Punjab übergaben.

Zwei Jahre nach dessen Tod im Jahr 1839 wurde Punjab unter britischer Herrschaft Teil Indiens. Der Stein wurde Königin Victoria überreicht, die ihn von seinen ursprünglichen 187 Karat auf 108,93 Karat schleifen ließ, um seine Schönheit zur Geltung zu bringen. Nach ihrem Tod wurde der Diamant Teil der britischen Kronjuwelen.