Zeichnung

Wie du beim Illustrieren lernen deinen eigenen Stil findest

Illustration lernen

Illustrator ist ein attraktiver Beruf. Die Tätigkeit ist kreativ und kommerziell und bietet die Möglichkeit, dass deine Arbeit von Tausenden von Menschen gesehen und bewundert wird.

Um allerdings in eine Situation zu gelangen, in der man einen Auftrag erhält und davon leben kann, braucht man Engagement, Ausdauer und künstlerische Fähigkeiten.

Erfahrungsgemäß gibt es drei Hauptkomponenten, um in der Illustration erfolgreich zu sein:

  • Ein ausgeprägter Stil
  • Regelmäßige Übung
  • Beständige Selbstvermarktung
  • (und ein bisschen Glück)

Regelmäßiges Zeichnen ist die effektivste Art, das Illustrieren zu lernen.

Illustrieren lernen: 3 Tipps auf dem Weg zum eigenen Stil

Illustrieren lernen digital

Wenn du ein absoluter Anfänger bist, dann wird die Suche nach einem Weg, dich bildlich auszudrücken, der wichtigste Schritt in deiner Übung sein. Das Zeichnen ist die naheliegendste Art und Weise, wie Illustratoren ihre Ideen ausdrücken, so dass das Erlernen des Zeichnens definitiv ganz oben auf deiner Liste stehen sollte.

Hier sind drei Dinge, die du beim Illustrieren lernen berücksichtigen musst:

1. Besorge dir ein Skizzenbuch und nutze es, um regelmäßig zeichnen zu können. Am Anfang wird ein Stift und ein leeres Blatt Papier zu den beiden furchterregendsten Gegenständen auf Erden zählen. Kümmere dich um deine Denkweise, bevor du anfängst. Lies diesen Artikel für ein paar Zeichentipps.

Ziel ist es hier nicht, im Zeichnen besonders gut zu werden, obwohl das auch unweigerlich passieren könnte, sondern sich mit dem eigenen kreativen Ausdruck vertraut zu machen. Wenn deine Zeichnung zum Beispiel etwas hastig oder kindlich aussieht, kannst du dich entscheiden, sie als Teil deines Stils zu verwenden.

Oder du beschließt, die Zeichnung ganz aufzugeben und andere Medien wie Fotografie oder die Collage zu verwenden. Denke daran, dass sich zeitgenössische Illustration nicht nur auf gezeichnete Bilder beschränkt. Wenn das Zeichnen dir nicht gerade leicht von der Hand geht, dann probiere es aus und suche nach anderen Möglichkeiten.

2. Kritzeln, nach Referenzen zeichnen (nach Fotos) oder aus der Fantasie zeichnen - tue alles, was du kannst, um mehr Sicherheit beim Halten eines Bleistifts und beim Erzählen einer Geschichte zu bekommen. Die visuelle Kommunikation kann in verschiedenen Medien und aus verschiedenen Inspirationen heraus entstehen. Das gezielte Experimentieren mit Motiven und Zeichenstilen wird dir dabei helfen, deine Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen zu entfalten.

3. Wenn du andere Künstler nachmachst oder von ihnen kopierst, solltest du das ausschließlich zu Übungszwecken machen. Verwende die gleichen Materialien, um herauszufinden, welche Techniken du bevorzugst.

Warnung: Den Stil eines anderen zu kopieren ohne an der eigenen Entwicklung zu arbeiten, birgt die Gefahr, ein Künstler ohne persönliche Bildsprache zu werden. 

Wenn du das Illustrieren lernen willst, kannst du dich aus Übungszwecken von den Werken anderer beeinflussen lassen.

Kopiere allerdings niemals ein Design für kommerzielle Zwecke und beanspruche kein Urheberrecht für Werke, die nicht deiner Kreativität entsprungen sind.

Inspirationstipps für angehende Illustratoren

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Bitte bedenke, dass dieser Prozess der Stilfindung Zeit in Anspruch nehmen wird und es dir schwer fallen könnte, selbstständig motiviert zu bleiben. Es gibt viele Möglichkeiten, dieses Projekt zu vertagen oder aufzugeben, so dass es hilfreich sein kann, deine Familie und Freunde zur Unterstützung hinzuzuziehen.

Alternativ kannst du dich in einem neuen Instagram-Konto als angehender Illustrator präsentieren oder sogar einen Blog starten. Auch Facebook-Gruppen sind eine tolle Möglichkeit, gleichgesinnte Illustratoren zu finden. Eine gewisse Form der Verantwortlichkeit wird dir helfen, in schwierigen Zeiten weiterzumachen.

Hinweis: Was das Zeichnen mit Software angeht, so empfiehlt es sich, zuerst die Grundlagen des Zeichnens zu erlernen. Sobald du mit deinem Zeichenstil vertraut bist, ist es einfach, ihn zu digitalisieren.

Es empfiehlt sich, sich schon zu Beginn eins der großen Softwareprogrammen wie Adobe Illustrator zu sichern, um die zu Beginn steile Lernkurve zu meistern. Einmal mit einem solch kraftvollen Programm vertraut, bist du beinahe in der Lage alle Arten der digitalen Illustration zu entdecken.

Wo du Inspiration zum Illustrieren lernen findest

Jetzt, da du dich selbst als kreativen Menschen bezeichnen kannst, solltest du anfangen, wie einer zu denken. Sammle Farben, Texturen und Referenzen in einer Art Notizbuch oder einer digitalen Sammlung wie einem Moodboard.

Lass dich von Dingen faszinieren, an die andere Menschen selten denken, wie z.B. bestimmte Käferarten oder Ferienorte aus den 1960er Jahren. Gehe in Bibliotheken und Kunstausstellungen und halte die Augen offen.

Sieh dir Werke von Illustratoren und Künstlern aus anderen kreativen Bereichen an, wie Filme, Bücher, Musik, Ballett, etc. Beachte neue Eindrücke in den Dingen, die du täglich siehst, denn diese können auch deine Inspiration werden. Sogar etwas, das dein Freund beim Abendessen gesagt hat, kann eine Idee für eine neue Illustration auslösen. Nimm diese Entdeckungen auf, und zwar in einem Notizbuch oder auf Pinterest. Du wirst einige Inhalte benötigen.

Illustratoren werden so genannt, weil sie etwas illustrieren: eine Stimmung, ein Textsegment, ein Konzept, ein Thema, eine Person, usw. Um deine illustratorische Vorgehensweise zu entwickeln, brauchst du ein Thema oder ein Projekt, das dir die notwendige Struktur liefert. Vielleicht ist es eine Geschichte, die du dir selbst ausgedacht hast, oder einfach ein allgemeines Thema wie "Katzen" oder ein Buch, das du schon immer geliebt hast.

Auf Instagram, Pinterest und Youtube findest du sowohl auf Deutsch und Englisch gezielte Ansatzpunkte, von denen aus du dich entfalten kannst.

Übung macht den Meister

Regelmäßiges Illustrieren bestimmt zu großen Anteilen deinen Lernfortschritt. Aber es ist auch wichtig, den Spaß am Illustrieren lernen zu bewahren. Du willst nicht, dass dieser Prozess zu einer stressigen Aufgabe wird. Die Ausgewogenheit ist hier der entscheidende Punkt.

Schaffe weiterhin regelmäßig Werke, aber belaste dich nicht zu sehr und setze dich nicht zu sehr unter Druck.

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