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Kunst in London: 5 zeitgenössische Kunstwerke, die du sehen musst

Kunst in London Titelbild

London ist in der ganzen Welt für seine pulsierendes kulturelle Vielfalt bekannt. Die Stadt an der Themse ist zweifellos die Kulturhauptstadt Europas. Kunstgalerien, Museen, Theater, Konzerthäuser: Es gibt beinahe unendlich viele Möglichkeiten, Kunst in London in all ihren Erscheinungsformen während eines Besuchs zu genießen. Hier sind 5 Kunstwerke in der englischen Hauptstadt, die du dir bei einer Reise nach London ansehen solltest. 

1. Mark Rothko in der Tate Modern

Mark Rothko Kunst in London

Foto: dvdbramhall / Flickr

Die in diesem Raum ausgestellten Rothko-Gemälde wurden ursprünglich 1950 für das Four Seasons Hotel in New York in Auftrag gegeben. Der amerikanische Maler malte diese düsteren Werke, die farblich wesentlich dunkler als seine vorherigen waren, um eine überwältigende Atmosphäre zu schaffen.

Als er erkannte, dass dieses Projekt nicht am besten für die freundliche Stimmung eines Restaurants geeignet war, distanzierte sich Rothko von dem Projekt.

Einige Jahre später beschloss er, diese Serie der Tate Modern in London zu schenken. Dort wurden die Gemälde entsprechend der Vision des Künstlers in einem Raum mit reduzierter Helligkeit ausgestellt, wo sie fast die gesamte Höhe der Wände einnehmen. Der Besucher wird von der Atmosphäre dieses Raumes eingefangen, die sowohl verstörend als auch meditativ wirkt.

2. Barbara Hepworth in der Tate Britain

Barbara Hepworth

Foto: carolyngifford / Flickr

Barbara Hepworth ist eine der berühmtesten britischen Bildhauerinnen. Sie ist eine der führenden Figuren der abstrakten Bildhauerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Pelagos ist eines der Werke, die von den schroffen Landschaften Cornwalls inspiriert wurden.

Nach ihrem Umzug nach St. Ives im Jahr 1939 wurde ihr Werk zunehmend von dieser außergewöhnlichen Umgebung geprägt. Heute sind die meisten ihrer Skulpturen in ihrem ehemaligen Wohnhaus ausgestellt, das in ein Museum umgewandelt wurde. Aber auch in der Tate Britain ist ihre Kunst in London zu entdecken!

3. Kunst in London: Marcel Duchamp in der Tate Modern

Marcel Duchamp, Fountain, 1964 | Foto: Pete D / Flickr

Marcel Duchamp, Fountain, 1964 | Foto: Pete D / Flickr

Marcel Duchamps "Fountain", ist vielleicht das umstrittenste Kunstwerk des 20. Jahrhunderts. Es ist das berühmteste Readymade des Künstlers und wohl das berühmteste Readymade aller Zeiten. Das Werk ist eigentlich ein umgedrehtes Urinal aus Porzellan, das mit "R. Mutt" in schwarzer Farbe signiert ist.​

Als Marcel Duchamp dieses Werk 1917 auf der ersten Ausstellung der Society of Independent Artists in New York unter seinem Pseudonym vorstellte, wurde es abgelehnt, was ihn dazu veranlasste, die Organisation zu verlassen. Wie die meisten von Duchamps Werken ist das Original inzwischen verloren gegangen. 

Das in London zu sehende Kunstwerk ist eine der wenigen Reproduktionen, die unter Duchamps Leitung in den 1960er Jahren entstanden sind.

4. Tracey Emin in der Tate Britain

Tracey Emin, Tate Britain | Foto: Karen Bryant / Flickr

Tracey Emin, Tate Britain | Foto: Karen Bryan / Flickr

Tracey Emin ist Mitglied der Young British Artists, die in den 1990er Jahren durch ihre schockierenden Ausstellungen bekannt wurden. Seit 2007 ist sie Mitglied der Royal Academy of Arts. Sie verwendet für ihre Arbeit alle Arten von Medien, von der Fotografie bis zur Stickerei, Zeichnung, Skulptur oder Malerei.

Die meisten ihrer Werke haben einen zutiefst intimen Aspekt. Emin erforscht ihre persönliche Erfahrung in Werken, die manchmal provozierend, manchmal berührend aber stets zum Nachdenken anregend sind.

5. Dorothea Lange im Victoria & Albert Museum

Dorothea Lange: Migrant mother, Nipomo, California, 1936

"Migrant Mother" ist zweifellos das berühmteste Werk der amerikanischen Fotografin. Aber noch wichtiger ist, dass Dorothea Lange mit diesem Porträt von Florence Owen Thompson und ihren Kindern der Realität der Weltwirtschaftskrise ein Gesicht gegeben hat. 

Die Kraft dieses Porträts hat die ganze Welt geprägt. Dank dieser Arbeit wurde Dorothea Lange auch zu einer Ikone der Dokumentarfotografie, zu einer Zeit, als Frauen in diesem Beruf noch wenig präsent waren. Dieses wegweisende Werk ist im Victoria & Albert in London zu besichtigen.