Zeichnung

Schattierungen zeichnen: Die Fundamentals von Licht und Schatten in der Zeichnung

Schattierungen zeichnen 1-4

Schattierungen zeichnen zu können ist eine der grundlegenden Fertigkeiten in der realistischen Darstellungsweise. Und hier lernst du, wie du diese zentrale Fertigkeit meisterst. Benötigt wird Basiswissen über Lichteinfall und Schattenwurf, bevor wir die Konzepte in die Zeichenkunst übertragen können.

Licht und Schatten verstehen

Licht bewegt sich stets in einer geraden Linie.

Die Schatten, die das Licht erzeugt, sind immer eine unmittelbare Folge des eintreffenden Lichts.

Genauer noch: Sie resultieren aus der Form des Objekts, dem Winkel, aus dem das Licht kommt, und der Intensität der Lichtquelle.

Form des Objekts

Wenn das Licht auf einen Würfel trifft, entsteht eine quadratische Form. Wenn das Licht auf eine Kugel trifft, eine elliptische Form.

Winkel der Lichtquelle

Wenn heller, hochstehender Sonnenschein direkt von oben auf einen Baum trifft, entsteht ein kurzer Schatten.

Später am Tag, wenn die Sonne sehr tief steht, erzeugt der Sonnenschein lange, interessantere Schattenformen, da sich der Winkel der Sonne zum Baum geändert hat.

Häufig sind es letztere Schatten, die für Künstler interessant sind, um das Wesen des Baumes und die Anwesenheit von Licht zu verdeutlichen.

Der erzeugte Schatten wird als "Schlagschatten" bezeichnet.

Schattierungen zeichnen

Foto: Javier R. Linera / Flickr

Intensität der Lichtquelle

Die Eigenschaften des Schlagschattens sind von der Intensität der Lichtquelle abhängig. Ein hartes Licht erzeugt einen Schlagschatten mit einer scharfen Kante, ein weiches Licht erzeugt einen Schlagschatten mit einer unschärferen Kante.

Je weiter der Schlagschatten vom Objekt entfernt ist, desto weicher wird der Rand des Schattens. Beachte, dass der Schlagschatten direkt unter dem Objekt am dunkelsten ist und dann immer heller wird, je weiter er von der Lichtquelle entfernt ist.

Schattierungen zeichnen: Die Fundamentals von Licht und Schatten in der Zeichnung

Schattierungen zeichnen: Das Konzept auf die Zeichnung übertragen

Wenn du Schattierungen zeichnen willst, musst du nur an die drei Bereiche des Schattens an einem Objekt denken.

  •  
    Helle Seite (dem Licht zugewandter Bereich des Objekts)
  • Schattenseite (Eigenschatten des Objekts)
  • Schlagschatten
Schattierungen zeichnen 1-4

Foto: Javier R. Linera / Flickr

1. Die helle Seite (Glanzlichter und Mitteltöne)

Das Glanzlicht ist der hellste Teil, bei dem das Licht direkt auf die Oberfläche des Objekts trifft.

Die Mittel- oder Halbtöne werden immer heller als jeder Wert auf der Schattenseite sein und in die Schattenseite übergehen.

2. Schattenseite (Eigenschatten, Zentrum des Eigenschattens und reflektiertes Licht)

Der Zentrum des Eigenschattens ist der dunkelste Teil des Schattens.

Der Rest des Eigenschattens besteht aus dunklen Tönen, die vom Zentrum aus in das reflektierte Licht übergehen, falls der Untergrund einen Teil des Lichts auf den Gegenstand reflektiert.

3. Schlagschatten (Zentrum des Schlagschattens, Mitteldunkler Schlagschatten und Schweif)

Der dunkelste Teil, der direkt unter dem Objekt sitzt, der Mittelton, der den größten Teil des Schlagschattens ausmacht, und der hellste, weichste Schweif des Schlagschattens.


Übungsmaterial und Empfehlungen

Wie du beim Schattierungen zeichnen Schritt für Schritt vorgehst, findest du in zahlreichen unserer Zeichenanleitungen. Für Einsteiger ist die Anleitung zum Zeichnen einer Kugel am besten geeignet, da die Fom so simpel ist.

In unserer Übersicht verschiedener Schraffurtechniken lernst du die technische Komponente kennen, um dein Wissen aufs Papier zu bringen und Schattierungen zu zeichnen.

Schatten zeichnen lernen