Malerei

Gesso selber herstellen – Rezept und Tipps zum Mischen

Foto: Ravil Sayfullin / Shutterstock

Gesso wird als Grundierung von Leinwänden und anderen Oberflächen in der Malerei verwendet. Es ebnet die Oberfläche und sorgt dafür, dass die Farbe nicht in den Malgrund eindringt, auf dem du arbeitest.

Gesso besteht typischerweise aus Kalk, Polyacrylate und anderen Zugaben wie Farbe zur Bestimmung der Farbe und ermöglicht es, auf allen Arten von Oberflächen mit allen Arten von Farben zu malen.

Hier erfährst du, wie du Gesso selber herstellen kannst, was du dafür brauchst und wann es sinnvoll ist, es selbst herzustellen anstatt fertiges Gesso zu kaufen.

Wofür brauchst du Gesso?

Gerade dann, wenn du auf welchsenden Untergründen malst, wirst du einen hohen Bedarf an Gesso haben. Wenn du stets auf Leinwand malst, die bereits vorgrundiert ist, brauchst du kein zusätzliches Gesso. Diese vorgrundierten Leinwände wurden bereits mit mehreren Schichten Gesso bestrichen, um dir eine optimale Malfläche zu bieten.

Wenn du auf Karton oder Holz malst, sieht das schon ganz anders aus. Hier ist eine eigene Grundierung mit Gesso notwendig, um das Kunstwerk möglichst lange "haltbar" zu machen und den Untergrund zu schützen.

Das Problem: Wenn du viel mit Gesso vorbereiten musst, spürt man das schnell im Geldbeutel. Die Substanz in professioneller Qualität kostet pro Liter durchschnittlich um 15 Euro, je nach Hersteller und Eigenschaften. Damit ist Gesso teurer als die meisten Acrylfarben derselben Quantität.

Die Lösung: Gesso selber herstellen. Dazu gibt es eine Reihe von Rezepten und Mischungsanleitungen, die allesamt ähnliche Ergebnisse hervorrufen. Wenn du viel Gesso brauchst, dann ist die DIY-Variante auf Dauer die beste Lösung.

Gesso selber herstellen: Das Rezept

Die beliebtesten Rezepte, die man findet, basieren auf Talkum und Klebstoff. Sofern gewünscht, kann eine Acrylfarbe der Mischung beigemischt werden, um eine Masse in einer bestimmten Farbe zu erhalten. Am häufigsten ist der Einsatz von weißem Gesso.

Ein gutes Rezept, das sich erprobt hat, ist dieses:

Selbstverständlich kann die Menge erhöht oder verringert werden, solange du ein ähnliches Mischungsverhältnis beibehältst.

Wenn du die ersten drei Zutaten deines selbstgemachten Gessos zusammenmischst, wirst du wahrscheinlich merken, dass die Paste zu zähflüssig ist (abhängig von der Konsistenz der Acrylfarbe und des Klebers), um sie fein zu verstreichen. Mische deshalb so viel Wasser hinzu, bis du eine streichfähige Masse erhältst, die der Konsistenz des professionell hergestellten Gessos entspricht.

Vielleicht musst du an der Rezeptur ein wenig feilen, bis du zu der Mischung gelangst, die genau deinen Einsatzzwecken entspricht. Je nachdem, wie dünn- oder dickflüssig dein Kleber und die Acrylfarbe ist, die du zum bestreichen verwendest, wird sich die benötigte Menge an Wasser ändern, wenn du Gesso selber herstellen möchtest.

Wann ist es sinnvoll, Gesso selber zu machen? 

Gesso Leinwand übermalen

Foto: chrisatpps / Shutterstock

In drei Szenarien profitierst du besonders, wenn du weißt, wie du die Grundierung selber mischen kannst. 

  • Wenn du viel Gesso benötigst, da du durch das Selbermachen Geld sparen kannst.
  • Wenn du ein Gesso in einer bestimmten Farbe benötigst. Beispielsweise kannst du dir so für ein Motiv ein schwarzes Gesso mischen, dass du eben nur für dieses eine Bild brauchst. Ein 500 ml oder 1 L Behälter mit farbigem Gesso wäre dann zu viel.
  • Wenn du ein Gesso in einer bestimmten Konsistenz brauchst. Durch die Veränderung der Mischungsverhältnisse kannst du mit ein wenig Experimentieren dein Gesso selber herstellen, das genau die Viskosität hat, die du brauchst. Auf diese Weise kannst du dir beispielsweise den Kauf einer Strukturpaste ersparen, wenn du auf deinem Malgrund eine vorbereitende Textur auftragen willst.

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