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Kunst

7 Gemälde in den Uffizien, die du dir vor Ort ansehen musst

Foto: alech / shutterstock.com

Die Uffizien-Galerie ist eines der ältesten Museen der Welt, dessen Gründung auf das Jahr 1581 zurückdatiert wird. Mit der selben Sorgfältigkeit, mit dem der architektonisch anspruchsvolle Gebäudekomplex entstanden ist, wurde auch die Sammlung im Inneren des Museums zusammengestellt. Hier findest du einige der Uffizien Gemälde, die du dir vor Ort unbedingt ansehen musst.

Die Verkündung, Leonardo da Vinci und Andrea del Verrocchio

Die Uffizien sind eines der wenige Museen auf dieser Erde, die ein Gemälde von Da Vinci besitzen. Die Verkündigung ist eines von etwa 16 Gemälden, die heute von dem vielleicht berühmtesten Künstler aller Zeiten erhalten sind.

Die Verkündigung ist ein aufschlussreicher Einblick in die noch junge Karriere Leonardos, der dieses Werk zusammen mit seinem Meister Verrocchio und einem weiteren unbekannten Künstler gemalt hat.

Obwohl es sich heute zweifellos um eine Zusammenarbeit handelt, ist die Handschrift da Vincis im Stile des Bildes deutlich zu erkennen, insbesondere am Erzengel Gabriel, dessen Gesicht eine verblüffende Ähnlichkeit mit den anderen Werken des Künstlers aufweist.

Madonna mit dem langen Hals von Parmigianino

Die seltsam erwachsen wirkende Proportion des Jesuskindes und der berühmte lange Hals der Maria könnte als künstlerische Fehlleistung gewertet werden, aber merkwürdigerweise ist genau das Gegenteil der Fall. Das Gemälde von Parmigianino mit seiner unverwechselbaren Art von Anmut und Stille wurde dadurch zu seinem bekanntesten Gemälde.

Tatsächlich ist alles in diesem Gemälde radikal und innovativ, von den Proportionen über seine seltsame Perspektive bis hin zur höchst ungewöhnlichen Platzierung von Figuren im Gemälde. Alle Aspekte zeigen einen Maler, der neue Wege sucht, um vertraute Szenen darzustellen, die von allen großen Vorgängern bereits dargestellt wurden.

Und die Madonna mit dem langen Hals ist der Beweis dafür, dass ein neuer, unbekannter Ansatz manchmal in der Tat zu besonders viel Aufsehen führen kann.

Madonna mit dem Langen Hals

Die Geburt der Venus, Sandro Botticelli

Das vielleicht berühmteste Werk der Uffizien, Die Geburt der Venus, ist eines dieser Gemälde, das einen Bekanntheitsgrad erreicht hat, der der künstlerischen Meisterschaft Botticellis vorauseilt.

Wie die Mona Lisa oder die Marilyn Monroe Bilder von Andy Warhol können unsere Erwartungen an das bekannte Uffizien Gemälde nicht enttäuscht werden. 

Die verführerisch schöne Venus, die auf ihrer Muschel ans Ufer treibt, ist das zentrale Subjekt des Motivs, aber das Werk begeistert auch durch seine kleinen Details. Die zahlreichen Blumen und der meisterhaft gemalte Faltenwurf, sowie die schiere Größe machen es zu einem Gemälde, das du dir in den Uffizien nicht entgehen lassen darfst.

Die Geburt der Venus (Sandro Botticelli)

Medusa, Caravaggio

Neben der Geburt der Venus ist Caravaggios Medusa das Uffizien Gemälde, das die meisten Menschen mit dem Museum verbinden.

Neben einer Darstellung einer der interessantesten Charaktere der Mythologie ist diese runde Leinwand eine spannende Auseinandersetzung mit der Form von einem der größten Künstler seiner Zeit.

Die Arbeit zeigt sowohl die Medusa selbst, deren Blick dem Mythos nach Menschen in Stein verwandeln konnte, aber symbolisch auch den verspiegelten Schild, mit dem sie schließlich überlistet wurde

Caravaggio Medusa

Laokoon-Gruppe, Baccio Bandinelli

Bandinellis Skulpturen sind Teil des atemberaubenden Skulpturenganges der Uffizien und vermitteln uns viel über die künstlerischen Methoden der italienischen Renaissance. Basierend auf einer hellenistischen Skulptur der originalen Laokoon-Gruppe, die 1506 ausgegraben wurde, nahm Bandinelli das beschädigte Original sowie die Beschreibung von Plinius als Vorlage und formte daraus eine moderne Nachbildung im Auftrag von Papst Leo X. als Geschenk an König Franz I. 

Hier haben wir einen großen Teil der künstlerischen Schaffensprozesse der Renaissance in einem Mikrokosmos: Es gibt einen künstlerischen Auftrag eines mächtigen Führers, der auf einem Werk der Antike basiert, das dann von einem meisterhaften Künstler für ein zeitgenössisches Publikum neuinterpretiert wird.

Laokoon Gruppe Uffizien

Foto: Zenm / Flickr

Porträt von Papst Leo X. mit zwei Kardinälen von Raffael

Raffaels Porträt von Papst Leo X., der viele der besten Werke der Galerie in Auftrag gegeben hat, ist ein weiteres der revolutionären Werke, die die Uffizien sehenswert machen.

Raffael meidet den Idealismus seiner Zeit, um den Papst stattdessen so zu zeigen, wie er in Wirklichkeit gewesen sein muss. Darüber hinaus hat Raffael das Gemälde mit Hinweisen auf zeitgenössische Ereignisse gefüllt, was bedeutet, dass das Werk die Grenzen der auf Antike Ideale rückgreifenden Renaissance gesprengt hat.

Papst Leo X mit zwei Kardinälen Raffael

Marienkrönung, Fra Angelico

Fra Angelicos Gemälde, eines der schönsten Altargemälde überhaupt, bietet uns ein ganzes Bündel Heiliger, die der Künstler des 15. Jahrhunderts mit jeweils ganz eigenen Eigenschaften und Temperamenten versehen hat.

Schon allein ist das Gemälde atemberaubend schön, aber in Verbindung mit den detaillierten Gravurarbeiten in der Vergoldung wird es zu einem Meisterwerk.

Ursprünglich als Triptychon entstanden, bietet dieses Werk eine Fülle von Details, die es ermöglichen, dieses Gemälde in den Uffizien auch alleine präsentieren zu können.

Die anderen beiden Flügel des Altarbildes kannst du dir dennoch im nahegelegenen San Marco ansehen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie Angelico das Triptychon konzipiert hat.

Marienkrönung Fra Angelico

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